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ALDI baut auf Supermarktgrundstücken

ALDI-Markt mit Wohnbebauung

2000 neue Wohnungen will Aldi in Berlin auf Supermarkt-Grundstücken bauen. Die Idee ist schon seit 2016 in der Berliner Politik im Gespräch. Der Senat unterstützt die Idee und hat auch schon über 300 potentielle Grundstücke als Wohnbaupotentiale ausgemacht, um schnell Wohnraum zu schaffen. Aldi tritt nun mit eigenen Vorhaben an.

„Die Situation in und um Berlin betrifft uns gleich in zweierlei Hinsicht“, sagt Jörg Michalek, Geschäftsführer der ALDI Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG. „Selbstverständlich wollen wir auch weiterhin für unsere Kundinnen und Kunden als Nahversorger vor Ort sein. Dafür müssen wir expandieren.“ Je höher das Bevölkerungswachstum, desto höher sei auch der Bedarf an ALDI Märkten.

Dazu kommt die Modernisierungsstrategie, die ALDI Nord seit einigen Jahren konsequent verfolgt und die den Umbau des gesamten Filialnetzes vorsieht. Die neuen Märkte im ANIKo-Stil (ALDI Nord Instore Konzept) haben eine geplante Größe von bis zu 1.400 Quadratmetern.

„Unser Bedarf entsteht vor allem an Standorten mit großflächigen Verkaufsstellen. Und natürlich möchten wir an möglichst hochfrequentierten Lagen für unsere Kunden da sein. Die Kombination von ALDI Märkten und angeschlossenem Wohnraum ist deshalb eine konsequente und vor allem zukunftsorientierte Lösung“, so Michalek.

Zwei Leuchtturmprojekte werden in einer ersten Phase bereits umgesetzt. Hier wird das Konzept „Gemischt genutzte Immobilien“ exemplarisch realisiert.

2000 Wohnungen sollen im ersten Schritt in den Stadtteilen Neukölln und Lichtenberg entstehen. Weitere fünfzehn Standorte in der Kombination aus ALDI Markt und Wohnungsbau befinden sich in konkreter Planung.

ALDI Nord setzt bei diesem Vorhaben auf eine enge Zusammenarbeit mit den Stadtbezirken und dem Berliner Senat. „Mit den Leuchtturmprojekten wollen wir den Startschuss für eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Stadt Berlin und insbesondere den Stadtbezirken setzen. Wir möchten aktiv bei der Nachverdichtung Berlins und beim ökologischen Stadtumbau unterstützen“, sagt Jörg Michalek. Die Schaffung von ALDI Märkten in Kombination mit Wohnraum sei nicht nur ein Vorteil für das Unternehmen und dessen Kunden, sondern „ein Mehrwert für ganz Berlin“.

Wohnbaupotentiale auf Discounterflächen auch in Tempelhof-Schöneberg

In Tempelhof-Schöneberg wird das Konzept sicher gut aufgenommen, denn die BVV hat sich schon 2017 für derartige Projekte stark gemacht. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde das Bezirksamt ersucht, Eigentümer von „Discountergrundstücken“ gezielt anzuregen, die Bebauung der Grundstücke durch Errichtung von Geschosswohnungsbau, soziale Infrastruktur, oder auch gewerbliche Flächen nachzuverdichten.

Im Fokus stehen dabei Grundstücke, die hinsichtlich ihrer Lage und Erschließung grundsätzlich gut für den Wohnungsbau geeignet sind, auf denen sich derzeit aber in eingeschossiger Bauweise errichtete Supermärkte, Schnellrestaurants etc. mit größeren ebenerdigen KFZ-Abstellflächen befinden.

In Tempelhof-Schöneberg sollen insbesondere folgende Standorte Berücksichtigung finden:

– Hauptstraße 122 / Feurigstraße (Lidl)

– Kreuzbergstraße 39 / Yorckstraße (Aldi, ATU)

– Kreuzbergstraße 40 (Lidl)

– Schöneberger Straße 28 / Arenholzsteig (Aldi)

– Tempelhofer Damm 24-30 / Bayernring / Kaiserkorso (Penny, Burger-King)

– Tempelhofer Damm 130 (Lidl)

– Manteuffelstraße 8 (Netto)

– Manteuffelstraße 24 (Lidl)

– Alt-Mariendorf 16 (Aldi)

– Bahnhofstraße 45-46 / Zescher Straße (Netto)

– Zescher Straße 3 (Aldi).

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m/s
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