Dienstag, 12. Dezember 2017
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Bürgerinformationstag zum ehemaligen Straßenbahndepot

Ehem. Straßenbahndepot Belziger Straße

Am 18.November 2017 geht es um Zukunft, um die größte Zukunftchance in Schöneberg! Das Grundstück hat eine Fläche von 15.7rund 79 Quadratmetern. Es grenzt im Westen an die Gothaer Straße und im Norden an die Wartburgstraße – im Süden an die Belziger Straße.
Am 6. Februar 1899 wurde hier das Straßenbahndepot der Großen Berliner Straßenbahn (GBS) eröffnet. Nach der Einstellung der letzten Straßenbahnlinie 55 (Nollendorfplatz – Hakenfelde) im Westteil Berlins, schloß die BVG das Straßenbahndepot. Seitdem ist dort der Fuhrpark des Berliner Senats untergebracht und dient auch als Fahrzeugsammelstelle der Berliner Polizei für beschlagnahmte und sichergestellte Tatfahrzeuge.
Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Einzelne Bauflächen auf dem Grundstück sind noch für Bauzwecke frei.

Ein Bürgerinformationstag am 18. November 2017 soll nun über mögliche Zukunftsideen informieren, und lädt zum „Vordenken und Mitdenken“ ein. Es ist geplant, den Standort der Polizei und des Senatsfuhrparks im Jahr 2020 aufzugeben und dann für Kultur, Soziales und Wohnen zu entwickeln.

Bezirksstadtrat Jörn Oltmann lädt ein, und erklärt dazu vorab:

„Am nächsten Sonnabend werden meine Mitarbeiter_innen Sie über die Absichten des Bezirkes zur zukünftigen Nutzung des ehemaligen Straßenbahndepots informieren. Sie sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und ihre Ideen vorzutragen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre Anregungen!“

Bereits die erste öffentliche Veranstaltung hat gezeigt, dass ein großes Interesse an der Nachnutzung des Straßenbahndepots besteht und weitere Veranstaltungen erforderlich sind. Der Bürgerinformationstag richtete sich daher insbesondere an jene, die bei der Bürgerveranstaltung am 12. Oktober 2017 nicht dabei sein konnten.

18.11.2017 | 10 – 18 Uhr
Bürgerinformationstag: Zukünftige Nutzung des ehemaligen Straßenbahndepots
Belziger Straße 52/58 / Gothaer Straße 10-14 / Wartburgstraße 44-46

Rathaus Schöneberg | Louise-Schröder-Saal, Raum 195 | John-F.-Kennedy Platz | 10825 Berlin

Kultur, Soziales und Wohnen – was ist mit Arbeit und Kreativwirtschaft?

Es ist fast schon berlin-typisch: der Nutzungs-Dreier „Kultur, Soziales und Wohnen“ schränkt das Muster möglicher Nutzungen drastisch ein. Mögliche wirtschaftliche Eingentragfähigkeiten werden so ausgeblendet.

Dabei gibt es in Berlin gute Beispiele, wie zusätzlich Arbeiten und Kreativwirtschaft ganze Stadtteile beflügeln und eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung hervorbringen.

Am Moritzplatz in Friedrichshain-Kreuzberg ergänzen sich BETAHAUS und Aufbauhaus und haben das Quartier in ein Gründerviertel verwandelt, Kunst & Kultur und Wohnen sind mit dabei.

In Prenzlauer Berg ist die Kulturbrauerei ein Quartier, in dem neben Kulturveranstaltern auch Verlage und Medienagenturen viele gute Arbeitsplätze schaffen. Ebenfalls in Prenzlauer Berg zeigt die Königsstadt Genossenschaft: Gründen, Arbeiten, Wohnen, Kunst und Kultur sind auch in Selbstverwaltung mit sozialer Eigenkapitalbildung vereinbar. Die Tempelhofer ufa-fabrik als selbstverwaltetes Kultur- und Lebensprojekt ist auf einem etwa gleich großen Grundstück mit 18.566 Quadratmeter dagegen bis heute auf Zuschüsse und Lottomittel angewiesen.

Was in Berlin knapp wird: Ateliers, Werkstätten und preisgünstiger Raum für Handwerk, Kunsthandwerk, Design und Produktdesign, sowie innovative Werk- und Produktionsräume für digitale Technologien wie 3-D-Druck, Laser-Cutten, für „Maker“ und für „Modellbau“. Was in Schöneberg fehlt: ein schalldichter Musikclub mit Übungsräumen, ein Nachbarschaftstreff und Räume für Veranstaltungen.

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m/s