Sonntag, 22. Oktober 2017
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Bundespolizei will Gesichtserkennung am Südkreuz testen

Ringbahnhalle Bahnhof Südkreuz

Zum 1. August 2017 startet die Bundespolizei ein sechsmonatiges Projekt zur Erprobung von intelligenter Videotechnik. Dafür sollen bis zu 275 Testpersonen gewonnen werden, die freiwillig bei dem Testlauf mitmachen.

In der letzten Woche hatte die Bundespolizei am Bahnhof Berlin Südkreuz (Westhalle) im Berufsverkehr für das Projekt geworben und Freiwillige gesucht.

Testpersonen für Wiedererkennung gesucht

Gesucht wuren vornehmlich Personen, die den Bahnhof Berlin Südkreuz regelmäßig, im besten Fall mehrmals täglich, nutzen. Wer am häufigsten durch die markierten Kamerabereiche läuft, hat die Chance, neben einem Einkaufsgutschein im Wert von 25 Euro einen von drei attraktiven Hauptpreisen zu gewinnen.

Bereits im Frühjahr hatte sich eine behördenübergreifende Projektgruppe auf die Durchführung von zwei separat zu erprobenden Testszenarien am Bahnhof Berlin Südkreuz verständigt.

Neues Kameraüberwachungssystem geplant

Bundesministerium des Innern, die Deutsche Bahn AG, die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt kooperieren bei dem Projekt. Die Erprobung der Gesichtserkennung ist eines dieser beiden Szenarien. Die Bundespolizei informiert dazu ausführlich und gibt Antwort auf häufig gestellte Fragen.

Kritik von Netzpolitik.org

Die auf den ersten Blick harmlose Erprobung intelligenter Videotechnik zur Gesichtserkennung am Bahnhof Berlin Südkreuz hat es in sich. Wie das Magazin Netzpolitik.org auf Anfrage erfuhr, soll eine Software getestet werden, die auch das Tracking, also die verfolgende Gesichtserkennung über mehrere Kameras erprobt.

Netzpolitik: „Bei der geplanten Erprobung einer „intelligenten Videoanalyse“ am Fernbahnhof Südkreuz in Berlin will das Bundesinnenministerium unter anderem eine Software zur Nachverfolgung von Personen einsetzen. Dies schreibt der Parlamentarische Staatssekretär Ole Schröder auf eine entsprechende Nachfrage.“

Magnus Manske

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