Freitag, 24. November 2017
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BVG: Mehr Gelb am großen Gelben

Doppeldecker-Bus Typ MAN A39

Die großen gelben Die Doppeldecker-Busse der BVG prägen das Stadtbild Berlins und sind weltweit bekannt. 414 der „großen Gelben“ vom Typ MAN A39 rollen aktuell durch die Hauptstadt, die ersten Exemplare kamen 2005, die letzten wurden 2010 geliefert. Im harten Betrieb müssen die Busse manche Belastungen und Blessuren hinnehmen. Schmutz, Rost und kleine Dellen erfordern eine Erneuerung der Busse.

Da die Doppeldeckerbusse im Gegensatz zu „normalen“ 12-Meter- oder Gelenkbussen nicht von der Stange zu kaufen sind, wird die aktuelle maßgeschneiderte BusGeneration noch einige weitere Jahre für die BVG im Einsatz sein.

Nachrüstung mit Stickoxifiltern

Seit 2014 wurden daher bereits über 200 von ihnen mit sogenannten SCRT-Filtern ausgerüstet, die die Stickoxidemissionen minimieren. Weitere Nachrüstungen zur Verbesserung der Umweltbilanz sind in Planung. Und damit die Fahrzeuge dem harten Berliner Verkehrsalltag auch in den kommenden Jahren standhalten, erhalten sie jetzt nach und nach auch eine aufwändige Überarbeitung.

Erneuerung der Fahrzeughülle

Bei der Erneuerung wird Rost von den tragenden Gerippen entfernt, der Unterboden erhält einen neuen Unterbodenschutz. Eventuell vorhandene Beschädigungen an den Dächern, entstanden etwa durch den Kontakt mit Ästen der Straßenbäume, werden beseitigt und abgedichtet. Und statt der Seitenwände aus Blech erhalten die Busse rostfreie Verkleidungen aus Kunststoff.

Frisch in BVG-Gelb – ohne graue Seitenstreifen

Äußerlich werden die Doppeldecker durch eine frische Lackierung auffallen – im bekannten BVG-Gelb, ab sofort aber ohne graue Seitenstreifen. Zumindest bei den ersten überarbeiteten Fahrzeugen wird jedoch ein anderes Detail noch mehr ins Auge fallen: Ein „Astfänger“ am Oberdeck. Die BVG will testen, ob sich damit die Beschädigungen der Dächer und Dachecken durch Äste minimieren lassen. Bei Erfolg sollen eine Flottenzulassung beantragt und alle Doppeldecker mit einer solchen geschwungenen Metallstange ausgerüstet werden.

MAN und BVG-Werkstatt arbeiten zusammen

Die Überarbeitung der Fahrzeuge erfolgt nach und nach beim Hersteller MAN sowie in der BVG-eigenen Center-Werkstatt. Alles in allem wird es je nach Instandsetzungsaufwand ungefähr 8 Wochen dauern, ein Fahrzeug aufzuarbeiten.

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m/s