Freitag, 19. Januar 2018
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Gestaltungspreis 2017:„Umgang mit denkmalwürdiger Bausubstanz“

Innenhof Carl-Sonnenschein-Schule

Während in Berlin Dutzende „Modulare Ergänzungsbauten“ in Systembauweise entstehen, kann der Bezirk Tempelhof-Schöneberg eine Anerkennung beim Gestaltungspreis 2017 „Umgang mit denkmalwürdiger Bausubstanz“
der Wüstenrot Stiftung für das Sanierungsprojekt der Carl-Sonnenschein-Schule erzielen.

Aus insgesamt 748 Einsendungen aus drei Ländern wählte ein international besetztes Preisgericht die Preisträger_innen und Anerkennungen der Projekte aus, die einen vorbildhaften Umgang mit denkmalwürdigen Bestand, einen städtebaulich gelungenen Beitrag zur Stadtreparatur und einen Glücksfall für die Baukultur darstellen.

Die 5 Erstplatzierten kommen durchweg aus der Schweiz. Die Anerkennung für das Sanierungsprojekt Carl-Sonnenschein-Schule unter den 3 ausgezeichneten deutschen Einreichungen in der 2. Preiskategorie und den Anerkennungen ist daher besonders bemerkenswert.

Das beauftragte Büro Haberland Architekten BDA und der Hochbaubereich des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg, als Vertreter des Öffentlichen Bauherrn, freuen sich über die Anerkennung beim „Gestaltungspreis 2017“ der Wüstenrot Stiftung.

Die Carl-Sonnenschein-Schule wurde von 1957-1960 von dem jungen Architekten Hans Bandel für die Siedlung Mariendorf-Ost nach einem Wettbewerbserfolg errichtet. Die Gesamtanlage steht unter Denkmalschutz.

Durch neue Überdachungen mit Stahl-Glaskonstruktion konnte das filigrane, außergewöhnliche, an Konstruktionen des Bauhauses erinnernde, originale Erschließungssystem gerettet werden. Die Schule wurde insgesamt hochwertig energetisch ertüchtigt und durch eine regulierte Belüftung mit Wärmerückgewinnung in die Jetztzeit transformiert.

Der Gestaltungspreis der Wüstenrot-Stiftung würdigt herausragende Beispiele in Deutschland, Österreich und der Schweiz für den Umgang mit denkmalwürdiger Bausubstanz und ist der renommierteste Wettbewerb für dieses Thema in Europa.

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m/s