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Karstadt entwickelt sich erfolgreich zum digitalen Marktplatz

KARSTADT Berlin Tempelhof

Karstadt hat einen harten Sanierungs- und Umstrukturierungskurs und viele Höhen und Tiefen hinter sich. Unter Karstadt-CEO Dr. Stephan Fanderl arbeitet sich Karstadt erstmals aus der Verlustzone heraus, und präsentierte heute ein erstes bescheidenes Plus von 1,4 Millionen €.

Während manche Retail- und Handelsexperten das Kaufhaus als Handelsform für überholt erklärten, greift Fanderls Strategie Schritt für Schritt und hat damit nun einen wichtigen Wendepunkt erreicht.

Karstadt-CEO Dr. Stephan Fanderl sieht die Weiterentwicklung des Warenhauses hin zu einem Marktplatz in der Stadt als zukunftsweisende Strategie. Auf der letzten Lieferantenkonferenz von Karstadt in Essen von 500 Gästen aus Europa und Fernost bekräftigte Fanderl sein Konzeot: „Das Warenhaus ist der einzige physische Marktplatz in der Stadt“, erklärte er. „Das bietet die Möglichkeit sowohl für stationäre als auch für reine Online-Konzepte, mit zu uns auf die Flächen zu gehen.“

Eine umfassende erste Partnerschaft hat Fanderl 2017 mit der El Corte Inglés-Tochter Sfera vereinbart. Parallel ging in Karstadt-Filialen ein Off-Price-Konzept an den Start.

„Der Kunde sucht im Warenhaus nach wie vor ein umfassendes Sortiment. Als Marktplatz mit starker Handelskompetenz und guter Kenntnis der lokalen Bedürfnisse können wir genau diesem Wunsch entsprechen“, so Fanderl. Wichtig ist ihm dabei die Vernetzung von Online-und Offline-Angeboten zu einem Multichannel-Angebot: „Wir wollen bei der Vermarktung von Ware kanalunabhängig werden und die Vorteile unserer 79 Warenhäuser in ganz Deutschland noch besser mit der virtuellen Welt verknüpfen.“

Dabei geht es Karstadt nicht um eine reine Untervermietung. „Wir sind und bleiben Händler“, so Fanderl. „Partnerschaften bedeuten grundsätzlich mehr Umsatzchancen für Karstadt, unsere Partner und Marken.“

Die Warenhaus-Kette Karstadt war 2014 vom österreichischen Immobilien-Investor Rene Benko aufgekauft worden und befindet sich seitdem auf erfolgreichen Kurs. Bis 2020 will Karstadt auch das Online-Geschäft ausweiten und strebt einen Umsatzantil von über zehn Prozent an.

Digitale Agenda mit strategischen Zukäufen

Durch Zukauf des Online-Marktplatzes Hood.de mit 5 Millionen Angeboten und 7 Millionen Kunden ist einer der am stärksten wachsenden Marktplätze Deutschlands mit Karstadt.de verbunden und erhält damit auch einen
Technologie- und Innovationsschub für die weitere digitale Entwicklung.

Die Karstadt Warenhaus GmbH treibt ihre Weiterentwicklung zu einem vernetzten Marktplatz entschieden weiter voran und verstärkt ihr Management mit ausgewiesenen Omni-Channel-Experten.

Marco Werner wurde im Januar 2018 Chief Digital Officer bestellt und verantwortet in dieser Position das Online-Geschäft von karstadt.de, als auch das bereits sehr erfolgreiche Customer Relationship Management.

Werner war zuvor in gleicher Position bei der Tchibo GmbH und bei der Fressnapf Tiernahrungs GmbH tätig.

Klaus Haensch übernimmt den Leitungsbereich Home, Spielware und Elektro und bleibt für das Online-Warengeschäft insbesondere die weitere Verzahnung des stationären mit dem Online-Einkauf zuständig.

Mit Jens Diekmann wurde ebenfall ab 1. Januar 2018 das strategische Projektmanagement von Karstadt verstärkz. Er ist für die Umsetzung der „Blauen Agenda“ verantwortlich und wird den Bereich Crosschannel leiten. Diekmann kommt von der Douglas GmbH, wo er Direktor für Crosschannel, Digitalisierung und Business Development war. Zuvor war er für die Unternehmensberatung Accenture tätig.

Karstadt-CEO Dr. Stephan Fanderl will Karstadt bis 2020 zu einem der stärksten, über alle Vertriebskanäle erfolgreichen Händler in Deutschland entwickeln.

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