Freitag, 24. November 2017
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Kleinprofil-U-Bahn macht sich breit

U-Bahn vom Typ IK

Die neuen U-Bahnen vom Typ IK, Spitzname „Icke“, wurden für die Kleinprofil-Linien U1 bis U4 entwickelt. Doch die Fahrgastzahlen wachsen schneller als geplant, die BVG muss nun auch auf den Gro0profil-Linien neue Fahrzeuge zukaufen, bevor eine passende Neuentwicklung einer Großprofil-U-Bahn ausgeliefert werden kann.

Die BVG hat am 4. Juli auf dem U-Bahnhof Biesdorf-Süd die Zwischen-Lösung für das Berliner Großprofilnetz mit den Linien U5 bis U9 vorgestellt.

Die vom büro+staubach designte neue U-Bahn vom Typ IK wird im Tür-Einstiegsbereich etwas verbreitert, um die Lücke zwischen Waggon und Bahnsteig zu überbrücken. Für Design-Ästheten ist es ein Rückschritt, denn die Züge erhalten Anbauten, die U-Bahnfreunde auch als „Blumenbretter“ verspotten.

U-Bahn vom Typ IK: Einstieg
U-Bahn vom Typ IK: Bequemer Einstieg trotz Spaltüberbrückung im Türbereich – Foto: BVG/Oliver Lang

Im Türbereich gibt es nun eine sgenannte Spaltüberbrückung aus stabilem Aluminium, mit einer Tiefe von 17,5 Zentimetern. Der Fahrgast hat weiter einen bequemen Ein- und Ausstieg und spürt fast nichts an Veränderung, „lange Schritte“ der Fahrgäste sind nicht notwendig.

Ein keilförmiger Verdrängungskörper an den Türen stellt sicher, dass keine Gegenstände auf der Überbrückung mitfahren können.

Außerhalb der Türbereiche ist der Spalt zwischen IK-Zug und Großprofil-Bahnsteigkante mit einer Schutzverkleidung abgedeckt, sodass niemand aus Versehen hineintreten kann.

Die neuen Züge sollen ab Herbst fahren. Bis zur Inbetriebnahme im Fahrgastbetrieb im Oktober 2017 stehen noch umfangreiche Test-, Abnahme- und Lehrfahrten an. Die neuen „IKs“ kommen als gekoppelte Acht-Wagen-Einheit auf der U5 zum Einsatz. Hier ist die Bahnsteiglänge für die neuen Fahrzeuge ausreichend.

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m/s