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„Landraub – das grüne Gold“ am 8. Mai

Blick aus einem Reisspeicher in Dembala

Ackerland wird weltweit immer wertvoller, Langrabbing wird zum Mega-Geschäft von Agrarkonzernen und Finanzinvestoren. In den vergangenen zehn Jahren wurden gigantische Ausmaße an Ackerland an Großinvestoren verkauft oder verpachtet. Diese nutzen das Land hauptsächlich für die Produktion von Nahrungsmitteln und Energiepflanzen für den Export oder als reines Spekulationsobjekt.

Die Auswirkungen des Ansturms auf Ackerland für die Menschen in den sogenannten „Entwicklungsländern“ sind jedoch gravierend: die Betroffenen verlieren durch die Land Deals den für ihre Ernährungsgrundlage wichtigen Zugang zu Land und Wasser, Armut verschärft sich. So wird der Bevölkerung der Boden schlichtweg unter den Füßen weggerissen. „Fluchtursachen“ nennt sich das politisch aus unserer bequemen Perspektive. Doch für die Betroffenen ist es der nackte Überlebenskampf!

Landgrabbing gibt es auch in Brandenburg – und ganz Europa

Auch in Deutschland kämpfen Landwirt*innen gegen die Folgen von Landkonzentration, Lohn- und Preisdumping und unsichere Pachtverträge. In vielen Fällen werden Menschen von dem Land, das sie über viele Jahre bewohnt und bewirtschaftet haben, vertrieben.
Das Land für faire Poduktion und gesunde Lebensmittel schwindet damit, denn für Großkonzerne zählen vor allem Kosten, Bilanzen und Börsenwerte.

Regisseur Joakim Demmer ist durch einen der weltweiten Hot-Spots des Landgrabbing gereist: Äthiopien – ein fruchtbares Land, das trotzdem nach Trockenperioden auf Welthungerhilfe angewiesen ist.

In seinem Dokumentarfilm untersucht Joakim Demmer den kommerziellen Ansturm auf die Ressource Ackerland in Äthiopien. Gemeinsam mit dem Umweltjournalisten Argaw Ashine bereist er das Land und besucht Landwirt*innen, die Opfer dieser modernen Form des Kolonialismus wurden. Zugleich untersucht der Film auch, welche Verantwortung ein Akteur wie die Weltbank für das sogenannte Land Grabbing trägt.

Fair Trade und weltweit gerechte Arbeitsbedingungen brauchen Unterstützer

Das Thema geht alle Konsumenten an – der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg setzt sich bereits im Rahmen der Initiative „Friedrichshain-Kreuzberg wird fair!“ weltweit für gerechtere Handels – und Arbeitsbedingungen ein. Gemeinsam mit dem entwicklungspolitischen INKOTA-netzwerk lädt die Bezirksstadträtin für Finanzen, Umwelt, Kultur und Weiterbildung, Clara Herrmann zu einem öffentlichen Film- und Diskussionsabend ein.

Dienstag, 8. Mai 2018 | 19.30 bis ca. 22 Uhr
„Landraub – das grüne Gold“ am 8. Mai

Der Eintritt ist kostenlos. Reservierung telefonisch unter 030-6924785 an der Kinokasse.

Kino Moviemento | Kottbusser Damm 22 | 10967 Berlin


Im Anschluss an den Film wird mit den Gästen Jan Urhahn, (INKOTA-netzwerk) und Julia Bar Tal vom Hof Bienenwerder (angefragt) und dem Publikum über Hintergründe und Konsequenzen von Land Grabbing weltweit diskutiert.

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m/s