Samstag, 19. August 2017
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Neue Seniorenvertretung nimmt Arbeit auf

Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg

Die neue Seniorenvertretung hat ihre Arbeit aufgenommen. Die für die Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg zuständige Stadträtin, Jutta Kaddatz, berief am 19. April 2017 die neuen Seniorenvertretenden.
Die Seniorenvertretung wurde im März 2017 neu gewählt, nachdem alle 92.000 Wahlberechtigen im Bezirk angeschrieben und zur Beteiligung aufgerufen waren.
Laut Einwohnerstatistik per 30. Juni 2016 waren demnach rund 26,6% der 345.024 Einwohner Einwohner*innen im Bezirk über 60 Jahre alt und damit wahlberechtigt.

Seniorenvertretung – bedeutende Mitwirkungsmöglichkeiten in der Kommunalpolitik

Das Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz regelt die Aufgaben und Mitwirkungsmöglichkeiten für ältere Mitbürger*innen. Die gewählte Seniorenvertretung ist als ehrenamtliches parteipolitsch neutrales Gremium konstituiert, das in der Kommunalpolitik sicher stellen soll, dass die Belange der älteren Generation auch aus der erlebten und erfahrenen Perspektive älterer Menschen in Politik einfliessen können.

Aufgaben der Seniorenvertretung

Die Seniorenvertretung setzt sich für die Belange der älteren Generation auch in der Öffentlichkeit, beim Bezirksamt und bei allen, für ältere Bürger wichtigen Institutionen ein.

Die Seniorenvertretung hat Rederecht in den Ausschuüssen der Bezirks-Verordneten-Versammlung und bringt dadurch bei seniorenrelevanten Themen die Interessen der älteren Bürger in die politische Entscheidungsfindung ein.

Sie steht in Kontakt mit Seniorenfreizeitstätten und Pflegeheimen im Bezirk und organisiert Informationsveranstaltungen zu Themen wie z.B. Wohnen im Alter, Verbraucherschutz, Pflege, öffentlicher Personennahverkehr, Sicherheit im Alltag usw. Sie nimmt sich der Probleme von Heimbewohnern an, unterstützt Heimbeiräte und hält Verbindung zu den Heimleitungen.

Tempelhof-Schöneberg vorbildlich – aber niedrige Wahlbeteiligung

Die Seniorenvertretung in Tempelhof-Schöneberg ist im Vergleich aller Berliner Bezirke vorbildlich organisiert und monatlich geregelt aktiv.

Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz (CDU), Leiterin der Abteilung Bildung, Kultur und Soziales (BildKultSoz) hat sich zwar über eine starke Steigerung der Wahlbeteiligung im Vergleich zur letzten Wahl gefreut, sie sieht aber bei nur 5,08 % Wahlbeteiligung ( ca. 4.673 Stimmen ) durchaus noch „Luft nach oben.“

Die neue Seniorenvertretung hat nun auch die Frage auf dem Tisch, wie die fehlende Wahlbeteiligung von rund 87327 älteren Mitbürger*innen erklärt und künftiges Engagement gesteigert werden kann.

Da viele ältere Mitbürger*innen nicht direkt per Internet erreicht werden, sind praktische „Informations-Mittler“ gefragt, die einfache PDF-Dateien in lesefreundliche Papiere und Aushänge verwandeln können!

Konstituierende Sitzung und neuer Vorsitz

Im Anschluss an die Berufung fand die konstituierende Sitzung der neuen Seniorenvertretung statt, in deren Verlauf der Vorstand gewählt wurde.

Mit Heidi Kloor als erste Vorsitzende, Peter Witt als ihren Stellvertreter und Helmut König für die Finanzen wurden drei Seniorenvertretende in den Vorstand gewählt, die zeitweise noch berufstätig sind, jedoch Beruf und Tätigkeit in der Seniorenvertretung gut miteinander vereinbaren können.

Karin Böttcher, die als Schriftführerin gewählt wurde, ist mit 65 Jahren die Älteste im Vorstand.

Im Rahmen ihrer ersten regulären Sitzung konnten fast alle Ausschüsse besetzt werden und auch für die Sprechstunden der Seniorenvertretung wurden Freiwillige gefunden.

Monatliche Sitzungen sind öffentlich

Die einmal monatlich stattfindende Sitzung der Seniorenvertretung – an jedem vierten Donnerstag im Monat – ist öffentlich. Die nächste öffentliche Sitzung der Seniorenvertretung findet am 18.5.2017 in der Rudolph-Wissel-Seniorenfreizeitstätte (Alt-Mariendorf 24, 12107 Berlin) statt.

Weitere Informationen

www.seniorenvertretung-tempelhof-schoeneberg.de

Termine und Orte der Sitzungen können auf der Internetseite erfahren
oder unter Tel. (AB) 90277-6848 oder seniorenvertretung@ba-ts.berlin.de erfragt werden.

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m/s