Donnerstag, 19. Oktober 2017
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ROSSMANN in Berlin bald auch bei Amazon Prime now

ROSSMANN kooperiert mit Amazon Prime now

Es ist ein Paukenschlag im Drogerie-Einzelhandel: der deutsche Drogeriemarkthändler ROSSMANN hat sich mit Amazon verbündet und bietet bald seine Waren über das Abo-Commerce- und Schnell-Lieferservice Amazon Prime Now an. Diese Meldung wurde vorab in der „Lebensmittelzeitung“ bekannt.

Amazon Prime führt schon jetzt Drogerieprodukte und Lebensmittel. Doch mit der Kooperation von ROSSMANN wird das verfügbare Sortiment um rund 4.500 Artikel bei Amazon Prime Now wachsen. ROSSMANN will etwa ein Viertel seines Vollsortiments anbieten, das Körperpflegeprodukte, Kosmetika, Parfüms und Hygieneartikel umfasst.

In Berlin wird der Startschuss vorbereitet. Bisher kooperieren beim Schnell-Lieferdienst Prime Now in Berlin lokale Händlern wie Kochhaus, Butter Beck, die Lebensmittelkette Feneberg, der Biomarkt Basic und die Bienen Apotheke.

Nun steigt erstmals eine große deutsche Einzelhändelskette bei Amazons Prime Now ein, obwohl ROSSMANN eigene Online-Handels-Aktivitäten aufgebaut hat.

Mit dem Kooperationsmodell mit lokalen Händlern baut Amazons Prime Now lokale Markenreputation und lokale Handelsidentität in sein Geschäft ein, und baut sein Warenangebot vielfältig aus.

Derzeit gibt es jedoch eine Einschränkung, die von Kunden bedacht werden muss. Wer aus dem Sortiment der kooperierenden Händler bestellt, muss einen separaten Warenkorb im Amazon-Konto befüllen, mit eine eigenen Mindestbestellwert. Aktuell liegt dieser bei 20 Euro. Die regulären Amazon-Produkte lassen sich aber nicht darauf anrechnen.

Logistisch bringt diese Regelung etwas Ordnung in die Bestellkette. Kunden werden daher die Vorteile von Amazons Prime Now vorwiegend für den Einkauf auf Vorrat nutzen, etwa für den Wochen- oder Monatsbedarf.

Mit dem ROSSMANN-Sortiment baut Amazon seine führende Stellung im Online-Handel in Berlin weiter aus. Die Sortiment-Dichte und Warenvielfalt lässt inzwischen auch nur noch wenige Lücken, in denen weitere lokale Händlerkooperationen möglich sind.

Für die Berliner Geschäftsstraßen-Initiativen und Standortgemeinschaften wird der Spielraum nun noch enger. Prognosen sagen eine Verlagerung der Handelsumsätze vom stationären Handel in den Onlinehandel in Höhe von 20% bis zum Jahr 2020 voraus.

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m/s