Mittwoch, 23. August 2017
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S-Bahn-Berlin will Ringbahn zuverlässiger machen!

S-Bahn am Bhf: Bundesplatz

Die S-Bahn-Berlin Gmbh hat das Qualitätsprogramm „Ringbahn PLUS Berlin“ gestartet. In Zusammnarbeit von DB Netz und S-Bahn Berlin wird ein 3-Jahres-Paket zur Verbesserung von Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit gestartet.

Das geplante Qualitätsprogramms umfasst ein Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro.

„Mit der Ringbahn nehmen wir uns gezielt das Herzstück des S-Bahn-Systems vor“, erklärte Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin: „Eine Strecke ohne Endstationen und mit zahlreichen ein- und ausfädelnden Linien ist extrem anfällig für Störungen. Die daraus resultierenden Auswirkungen sind gravierender als anderswo.“

Zuverlässigkeit soll durch ein verbessertes Zusammenspiel von Infrastruktur, Fahrzeugen und Personal erreicht werden. Alle objektiv bestehenden störenden Einflussfaktoren solln minimiert werden.

Erneuerung von Weichen, Signal- und Sicherungstechnik

Christian Beschorner, Leiter Projektmanagement, DB Netz Ost, erläutert: „Die Berliner Ringbahn ist eine einmalige Besonderheit im deutschen Schienennetz und für jeden Betreiber von Eisenbahnverkehren eine gewaltige Herausforderung. Wir leisten unseren Anteil daran, dass dieses komplexe System in der Zukunft besser funktioniert.“ Dazu hat der Infrastrukturbetreiber eine akribische Bestandsaufnahme von Störungsursachen der letzten Jahre vorgenommen, die nun im Rahmen des Qualitätsprogramms „Ringbahn PLUS Berlin“ beseitigt werden sollen. Enthalten ist unter anderem die Modernisierung aller Weichen, die Ausrüstung der Weichen mit einem Analyse- und Diagnosesystem zur Früherkennung von Störungen sowie die Überarbeitung von Teilen des Signal- und Sicherungssystems.

Investitionen in Mensch und Technik

Umfangreiche Investitionen in die personelle und technische Ausstattung der Werkstätten haben in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, die Qualität des S-Bahn-Betriebs und die Instandhaltung der Züge deutlich zu verbessern. Ein Ertüchtigungsprogramm für die auf der Ringbahn eingesetzte Fahrzeugflotte sorgt mehr und mehr für Zuverlässigkeit.
Die Baureihen 480 (Spitzname „Toaster“ und 485 (Spitzname Cola Dose) werden mit einem 50-Maßnahmen-Paket für einen Weiterbetrieb fit gemacht. Der Einsatz der bereits bestellten neuen S-Bahn-Züge im neuen Design startet mit Beginn des Jahres 2021.

Auch er Personaleinsatz wird verstärkt. Die Ausbildung zusätzlicher Triebfahrzeugführer wird fortgesetzt, neue Mitarbeiter verstärken das Team der Disponenten für die Ringbahn in der S-Bahn-Leitstelle. „Mit einer schlagkräftigen Mannschaft in der Zentrale und auf der Strecke sollte uns der Kraftakt zu mehr Qualität für den Kunden gelingen“, ist S-Bahn-Chef Buchner überzeugt: „Zwar werden sich Störungen auch in der Zukunft nicht gänzlich vermeiden lassen, da allein rund ein Drittel aller Behinderungen auf die Einflüsse Dritter zurück zu führen sind. Im Ernstfall aber wird unsere Reaktionszeit künftig kürzer.“

Langfristige Weiterentwicklung der Infrastruktur geplant

Die Deutsche Bahn arbeitet im engen Austausch mit ihren Aufgabenträgern im Land Berlin und im Land Brandenburg an langfristigen Perspektiven zum Ausbau der Schieneninfrastruktur. Im Teilnetz Ring ist auch die Beseitigung eingleisiger Streckenabschnitte auf den Zulaufstrecken sowie die Schaffung zusätzlicher Bahnsteiggleise auf der Ringbahn zum Tausch von Zügen geplant.

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m/s