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MISE-EN-SCÈNE: Day for Night – Night for Day

Markus Lehr: Mise en Scene

Die Ausstellung MISE-EN-SCÈNE bringt zwei Fotografen zusammen, deren Werk und Arbeitsweise einen faszinierenden Diskurs eröffnen. Dieser
visuelle Dialog spannt einen Bogen zwischen einer ausgewählten und kompositorisch akzentuierten Theatralik unserer urbanen Umgebung und einer scheinbar naturnahen,dann aber doch künstlerisch gebrochenen Romantik. Beide Fotokünstler erschaffen eine von Akteuren verlassene urbane Bühne mit räumlicher Tiefe und gestalten ihre Bilder erzählerisch und bedeutungsvoll.

_MISE-EN-SCÈNE_ ist der Filmbegriff für diesen besonders sorgfältigen optischen Bildaufbau, bei dem ein Szenenbild fast einem Gemälde nachempfunden wird. Lehr und Rogers verbindet ihre Aufmerksamkeit und Liebe zum Licht, sei es künstlichesoder natürliches. Beide Fotografen
betonen auch die meditative Erfahrung ihrer Arbeit, die bei der Betrachtung der Fotografien erfahrbar wird.

GRANT SIMON ROGERS arbeitet mit einer cinematografischen Technik, dank derer Mitte des 20. Jahrhunderts Nachtszenen bei Tageslicht simuliert
werden konnten. François Truffaut hat diese Methode in seinem bekannten Film _“La Nuit Américaine“_der Allgemeinheit das erste Mal näher
gebracht. Rogers arbeitet ohne Verwendung jeglicher Nachbearbeitung am Computer und in einem halb meditativen Zustand, den der Künstler selbst
als „__Schamanische Fotografie_“ bezeichnet.

Seit einigen Jahren hat er sich mit diesen Arbeiten auf künstlerische Entdeckungsreise zu einem Ort begeben den er selber „Terra Incognita“ nennt. Rogers‘ Liebe zur Kunstgeschichte, zum Geschichtenerzählen und zu alten Filmen sind in diesen Arbeiten deutlich zu erkennen. Sein visuelles Hauptmotiv sind dabei oftmals Bäume, was ihm auch den Titel „The Man Who Flashes at Trees“ eingebracht hat. www.grantsimonrogers.com


MARKUS LEHRs Fotografien erkunden die Gestaltungskraft des Menschen, das Beabsichtigte, aber auch das Zufällige. Mit Licht, Stimmung und dem
Dialog der vorgefundenen Dinge erarbeitet er Szenen, die uns in ihrer Dramaturgie überraschen und einen ganz neuen Zugang zu den gezeigten
Orten vermitteln. Obwohl er seine Motive fast ausschließlich in banalen städtischen Umgebungen findet, hinterlassen diese oft den Eindruck einer
inszenierten Bühnendarstellung. Die von ihm gezeigten subtilen und manchmal auch absurden Dramen könnten direkt vor unserer Haustür geschehen, und doch wirken sie in diesen Werken herausgehoben und oft auch surreal. www.markuslehr.com


GRANT SIMON ROGERS (*1964) wurde am Portsmouth College of Art ausgebildet. Er widmet sich leidenschaftlich der Kunsterziehung und der visuellen Kompetenz für alle Altersgruppen. Er ist Gastdozent der Nationalgalerie, bei Christie’s Education, an der Central Saint Martins-Universität der Künste und an vielen anderen Museen und Galerien in Europa. Er lebt und arbeitet in London und Berlin.

MARKUS LEHR(*1959) studierte Kommunikation an der Universität der Künste in Berlin und ist seitdem in Marketing und Neuen Medien tätig. Seine
Bilder wurden in mehreren namhaften internationalen Publikationen u.a. auch in der Volksrepublik China veröffentlicht. Im Dezember 2013 kam
ein erstes Buch über seine Arbeiten heraus. Weitere folgten in den Jahren 2017 und 2018. Markus Lehr präsentierte seine Bilder in
Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Mise en Scene: An American Lotus
Mise en Scene: An American Lotus – Foto: © Grant Simon Rogers:

AUSSTELLUNG: 14.03.-25.04.2020
MISE-EN-SCÈNE – Day for Night – Night for Day
Fotografien von Grant Simon Roger und Markus Lehr

Kuratorin: Klára Némethy

Eröffnung am Freitag, den 13. März 2020 | 19:00

Eintritt frei – Geöffnet Mi, Fr, Sa 16-20 Uhr und Do 18-20 Uhr

ARTIST TALK: 28.03.2020 | 18 Uhr
FINISSAGE: 25.04.2020 | 18 Uhr

ATELIER ANDRÉ KIRCHNER | Grunewaldstraße 15 | 10823 BERLIN | www.andrekirchner.de

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