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Parkmanager mit mehr Präsenz in Grünanlagen

Parkmanager in Schöneberg

Christiane Heiß, Bezirksstadträtin für Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt begrüßte am 19. September im Heinrich-von-Kleist Park das neue Parkmanagement-Team des Bezirkes rund um Parkmanager Lars Larisch. Ein Pilot-Projekt der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gibt jedem Bezirk die Möglichkeit, in ausgewählten Grünanlagen ein Parkmanagement aufzubauen.

Tempelhof-Schöneberg hat hierfür einen externen Dienstleister, die Firma si³ UG beauftragt. Der Parkmanager und die Parkläufer sind pädagogisch qualifiziert und verfügen über Kompetenzen aus dem sozialen Bereich.

Im Bezirk wurden dafür als Schwerpunkte unter anderem der Kleistpark und der Nelly-Sachs-Park als größere Grünanlagen ausgewählt. Im Park werden feste Anlaufstellen in Form von Bauwagen bzw. später als Bürocontainer im Park aufgestellt.

Bezirksstadträtin Christiane Heiß freute sich über die Verstärkung:

„Wir erhoffen uns durch die persönliche Anwesenheit vor Ort eine größere soziale Kontrolle und durch eine gute Vernetzung auch Lösungsstrategien für bekannte Problemsituationen, wie z. B. Vermüllung, Drogenkonsum und wildes Campieren.“

Ziele des Projektes sind vor allem die soziale Kontrolle vor Ort, eine niedrigschwellige Ansprechbarkeit, und die Vermittlung des Wertes der „Öffentlichen Grünanlage“. Wenn notwendig sollen Ordnungsmaßnahmen veranlasst, Hilfsangebote vermittelt und ein Netzwerk/ „Taskforce“ aufgebaut werden.

Das Parkmanagement versteht sich als Schnittstelle zwischen Parknutzer_innen und Verwaltung. Unterstützt wird der Parkmanager von fünf weiteren Kollegen, die als Parkläufer in den Anlagen – vorzugsweise am Nachmittag und abends – unterwegs sind. Sie tragen grüne Dienstkleidung, an der sie als Ansprechpersonen gut zu erkennen sind. Sie sind, je nach Bedarf, an 7 Tagen in der Woche in den Anlagen unterwegs.

Bunter und vielfältiger Bezirk mit vielen Problemlagen

Der Bezirk ist geprägt durch eine bunt gemischte Bevölkerungsstruktur. Als sehr stark bewohnter Bezirk mit eher kleinteiligen, kieznahen Grünanlagen existiert ein großer Nutzerdruck im öffentlichen Raum. Unterschiedlichste Bedürfnisse wie Erholung, Sport, Spiel und Bewegung, ökologische Funktion kollidieren mit Schutzansprüchen wie dem Denkmal- und Naturschutz. Fehlnutzungen wie Vandalismus, Vermüllung und Hundeauslauf sind häufig die Folge des starken Nutzerdruckes oder der geringen Wertschätzung des öffentlichen Raumes.

Zusätzlich zu den Alltagsproblemen haben sich im Schöneberger Norden aber auch soziale Brennpunkte entwickelt. Dies betrifft Obdachlose in Grünanlagen, Drogenkonsum von harten Drogen und Prostitution. Bisher wurden diese Problemlagen schon in einzelnen Arbeitstreffen behandelt (z. B. Runder Tisch Drogen, Arbeitstreffen Nachbarschaft, Prostitution und Präventionsrat) und auch einzelne Lösungen gefunden (Räumung von Obdachlosencamps, Einsatz eines Drogenkonsummobils, Aufbau von Spritzenabwurfbehältern).

Mehr Ordungskräfte und mehr pädagogisch versiertes Personal

Eine permanente „Taskforce“ war aber nicht vorhanden. Unterstützende Dienststellen sind im Bezirk Tempelhof-Schöneberg vorhanden. Diese wären neben dem Straßen- und Grünflächenamt die Planungs- und Koordinierungsstelle Gesundheit mit der Suchthilfeprävention, Quartiersmanagement, Stadtentwicklungsamt (Sozialraumorientierte Planungskoordination), das Präventionsteam der Polizei und das Ordnungsamt.

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MHS
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