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„Masterplan Gateway BBI“ – der Rahmenplan

Masterplan Gateway BBI (2008)

Da Land Berlin und die Gemeinde Schönefeld haben eine gemeinsame Rahmenplanung zur Entwicklung und Gestaltung des Umfeldes des Flughafens Berlin Brandenburg.
Als Masterplan Gateway BBI (2008) ist diese Rahmenplanung auf den Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen zu finden.
BBI steht noch für die alte Bezeichnung Berlin-Brandenburg International.
Daraus wird nun „Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER)“

Mit dem Masterplan Gateway BBI soll die Integration und Vernetzung des neuen Flughafens in sein direktes Berliner und Schönefelder Umfeld sichergestellt werden.
Ausgehend von den funktionalen und gestalterischen Grundsätzen für den Flughafenbereich BBI, wird auch für das Umfeld eine spezifische BBI-Charakteristik angestrebt, die dem Standort ein unverwechselbares Image gibt. Die städtebauliche Entwicklung in Schönefeld wird den gesamten Bereich zum wichtigsten Leitprojekt für die Metropolregion Berlin-Brandenburg verwandeln.

Tripolare Entwicklung am Flughafen Berlin-Brandenburg – Grafik: Masterplan BBI

Die Rahmenplanung sieht drei Entwicklungspole vor:

  • BBI Terminal und Midfield mit Airport-City
  • Schönefeld: Waltersdorf-Nord und Kienberg
  • BBI Business Park Berlin.

Das Gewerbegebiet Waltersdorf-Nord und Kienberg ist inzwischen mit neuen Bezeichnungen versehen: das „Einrichtungscenter Waltersdorf“ greift den Schwerpunkt des großflächigen Einzelhandels auf, der durch IKEA, Möbel-Höffner, POCO und andere geprägt wird.
Im Gemeindeteil Kienberg ist der Gewerbepark „Gatelands“ entstanden.

Stadtebauliche Funktionen und Nutzungen

AlleNutzungsziele für den Masterplan Gateway BBI stehen im Bezug zu der wirtschaftlichen Entwicklung und Ausrichtung des Flughafens. Flughafenaffine Gewerbe und Unternehmen sollen etabliert werden, die eine synergetische Nähe zum Flughafen benötigen, die vom Flughafen und seinem Umfeldes profitieren oder zumindest dessen Imagefaktor suchen. Fünf wesentliche Nutzungskategorien sind im Flächenkonzept ausgewiesen worden:

  • BBI: Terminal und Midfield mit Airport City
  • BBI: Cargo (Fracht) und Airport Services
  • Repräsentative Lagen: überwiegend Büro und Dienstleistung
  • Gewerbegebiete: überwiegend Value Added Logistics, Gewerbe und Dienstleistung (ab 5 ha)
  • Überwiegend Produzierendes Gewerbe und Value Added Logistics (ab 10 ha)

Diese Nutzungskategorien sind als angestrebtes Zielbild zu verstehen und werden flexibel gehandhabt und an die tatsächliche Nachfrage des Marktes angepasst.

Stadtentwicklung und Metropolen-Konkurrenz zu Berlin

Die gewaltigen Flächen- und Standortpotentionale verschieben die wirtschaftlichen Zukunftspotentiale zwischen Berlin und Brandenburg. Die Airport City bietet langfristig große zeitliche Fühlungsvorteile für Geschäftsreisen. Wenn es gelingt, internationale Direktflüge zu etablieren, kann dies die Ansiedlung von Firmenzentralen stark „beflügeln.“
Die Luftracht-Logistik wird sich künftig aus Berlin heraus verlagern, wobei auch das Luftracht-Drehkreuz Leipzig Standortentscheidungen beeinflusst.
Die Vernetzung über S-Bahn und DB-Regio wird die weitere Entwicklung bis 2030 bestimmen.
Ob eine Verlängerung der U-Bahn von Rudow bis Schönefeld zustande kommt, ist noch offen.

Das Land Brandenburg und die Gemeinde Schönefeld werden in jedem Fall zum starken Wettbewerber im Standortwettbewerb.
Die Wirtschaftsentwicklung Berlins und die wirtschaftliche Positionierung der Berliner Bezirke werden neu justiert werden müssen.

Weitere Informationen:

Airport-City

Business Park Berlin Logistik Park BER

Wirtschaftsförderung Brandenburg

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