Sonntag, 11. Januar 2026
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Sozialdemokratie – was ist das eigentlich?

Wählt sozialdemokratisch!

Von Michael Springer

In dieser Vorweihnachtszeit laufen in allen politischen Parteien in Berlin die Vorbereitungen für das nächste Jahr 2026 an. Es ist ein Wahljahr – und am 20. September 2026 wird das neue Berliner Abgeordnetenhaus gewählt.
Kandidatinnen und Kandidaten werden aufgestellt, prominente Politiker und Politikerinnen werden dabei auch fallen gelassen. Andere treten sogar von ihren hohen Vorstandsämtern zurück. “Was geht da vor?“

Viele Kinder und ihre Eltern wissen nicht, worum es dabei geht, denn sie lesen nur selten gemeinsam Zeitung oder haben auch Schwierigkeiten, Begriffe zu verstehen. Wer in den vergangenen Jahren zugewandert ist, hat dabei auch noch Sprachschwierigkeiten und kennt die Vergangenheit nicht, die für viele heutige Ideen und Gedanken noch immer gültige Erkenntnisse mit sich trägt. Zum Glück gibt es das Klexikon für Kinder, das Begriffe wie „Sozialdemokratie“ erklärt.

Eine eigentümliche, für viele Menschen unsichtbare Folkore und Verhaltensökonomie, wird dabei um die Sozialdemokratie herum gelebt. Die SPD-Parteimitglieder im Kiez sind Nachbarn für viele unserer Leser in Lichtenrade, in Mariendorf, Marienfelde sowie in Tempelhof, Schöneberg und in Friedenau.
Dennoch sind sie im öffentlichen Leben für viele Menschen unsichtbar, weil sie vorwiegend in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter u.a. aktiv sind. Zudem sind seit 2017 eine ganze Reihe neuer öffentlicher Institutionen entstanden, die die Frage aufwerfen: „Wer regiert eigentlich im Bezirk?“

Auch wenn man Sozialdemokraten sehen und etwas von Ihnen lesen will, wird man nicht so ganz leicht fündig! Auf dem großen Stadtportal berlin.de sind alle z.B. Parteien nur schwer zu finden. Selbst die Berliner Bezirke sind nur über fast versteckte Unterverzeichnisse zu finden. Oder man kennt sich mit dem „Rechtsaußen“ aus, dem Hamburger Menü am rechten Bildschirmrand.

So war ich persönlich sehr verwundert, als ich im Sommer einmal den Pressesprecher der Bundeszentrale für politische Bildungsarbeit in Brandenburg kontaktierte, und ihn von zwölf digitalen Bezirkszeitungen in Berlin erzählte. Es entstand ein minutenlanger Streit, darüber „ob“ Berlin 12 Bezirke hat. Ich war natürlich sehr darüber entsetzt, und habe den Kontakt vorerst beendet — und denke mir meinen Teil.

Aus dieser Begebenheit entstand die Idee für eine Artikelreihe, die Politik, Parteipolitik und die seltsamen Begebenheiten im Kontakt mit Ämtern, Bezirksämtern, Parteien und Politikern in Berlin auf prägnante Weise vermittelt, und dabei immer auch hilfreiche Links zu weiterführenden Informationen anbietet.

Dauerbeobachtungen und „informelle Auffälligkeiten“

Die Tempelhof-Schöneberg Zeitung existiert seit 2017 und so sind aus der Perspektive des Verlegers und des dauerbeobachtenden Lokaljournalisten natürlich eine ganze Reihe von denkwürdigen, merkwürdigen und lustigen Begebenheiten aufgefallen. Viele davon haben mit seltsamen Praktiken zu tun, etwa wenn Marketingagenturen im Auftrag von Politikern handeln, und journalistische Berichterstattung einfordern.
Es ist aber noch mehr im Spiel, das sich nur mit Hintergrundinformationen und Datenrecherche aufzeigt.

Aktuell fällt auf: die SPD-Lichtenrade-Marienfelde hat am 19. März 2024 einen neuen Vorstand für die kommenden zwei Jahre gewählt. Noch nie in den ganzen acht Jahren ist ein Mitglied der SPD-Lichtenrade an die Redaktion der Tempelhof-Schöneberg Zeitung herangetreten, um etwa ein Fest oder eine Veranstaltung zu bewerben, oder einen Gastbeitrag zu veröffentlichen. Das ist „demokratie-relevant!“

Das prominente Mitglied Kevin Kühnert hat es über mehrere Jahre mit exorbitanten Twitter-Aktivitäten bis in den SPD-Parteivorstand geschafft, aber noch nie um ein Interview nachgesucht. Schaut man sich nun die Internetseite der SPD-Lichtenrade-Marienfelde an, so gibt es offenbar ein Lichtenrader Übergewicht, klar erkennbar an der (fehlerhaften) Bildunterschrift.

Dort wo „Wir auf Twitter“ draufsteht, ist auch kein Twitter mehr drin, sondern Fehlermeldungen und tote Links. Leider ist so auch nicht mehr für die Öffentlichkeit und den Lokaljournalismus nachlesbar, was Kevin Kühnert in fast 18.000 Twitter-Postings geäußert hat. Aus Sicht der Lokalredaktion haben die Bürgerinnen und Bürger in Lichtenrade natürlich ein Recht auf Erklärung und Aufklärung, warum man sich von Twitter absetzt. Während gleichzeitig Polizei Berlin und Bundespolizei auf Twitter weiterhin aktiv sind.

Noch auffälliger ist das Verhalten der langjährigen Wahlkreisabgeordneten Melanie Kühnemann-Grunow, die am letzten Sonntag eine Mail von der Redaktion bekam und sofort gelöscht hat. Offenbar wird nicht einmal ein Gesprächsbedarf gesehen. — Dies ist nun der „casus belli“ der darüber entscheidet, wie es die Lichtenrader Sozialdemokratie mit der freien und unabhängigen Lokal-Presse hält.
Offensichtlich hat man das Lokalpresse-Sterben schon akzeptiert und will es sich gemütlich machen!

Fortsetzung folgt

BILDINDEX: Kurz vor Ausrufung der Republik: Der SPD-Politiker Philipp Scheidemann spricht aus einem Fenster der Reichskanzlei zum Volk, 9. November 1918. — Ein Plakat der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands aus dem Jahr 1919. Damals durften Frauen zum ersten Mal in Deutschland wählen.


Was zu besprechen ist: Inklusion & soziale Marktwirtschaft!

In der Mail an Melanie Kühnemann-Grunow wurde eine grundlegende „Disruption“ mitgeteilt, die auch die regelmäßigen Leser der in Berlin aktiven 12 digitalen Bezirkszeitungen kennen. Der betreffende Artikel „Public Media: Compliance & Honorare & Tarife“ ist erst am 20.11.2025 hier veröffentlicht worden.

Im Wettbewerb mit Netzwerk- und Plattformökonomien, mit „Klick-Ökonomien“ und mit KI-Systemen sowie reichweitenstarken überregionalen Zeitungen, wurde ein System für Lokalpressemedien entwickelt, das als neue Mediengattung PUBLIC MEDIA + PUBLIC MARKETS funktioniert.

Der normative Kompass von Public Media + Public Markets:

  • ohne eine offene, einsehbare und bedienbare Medienebene gibt es keine stabile Zivilisation!
  • Visibility4All sichert allgemeingültig Regeln und Gesetzeswirkungen, sogar Generalprävention!
  • Access4All sichert Erwerb, Märkte und soziale, kulturelle und wirtschaftliche Synergien.
  • neue universelle Transnormierungen entstehen, die Kommunikation & Technologien regulieren.
  • Rechte & Menschenrechte müssen in universelle Informatikregeln übersetzt werden!
  • verantwortliche Nutzung von AI und Entwicklung von PublicAI-Agenten als Werkzeuge der Öffentlichkeit.
  • digitale & mediale Technologien werden lokal, kommunal und normativ gestaltbar, verhandelbar!

Das zukunftsweisende Konzept von PUBLIC MEDIA hat keine Leser-Logins, keine Abo-Paywalls! — Es ist geeignet, das Primat der Politik und Demokratie zu wahren, und Digitale und Mediale Souveränität mit verantwortlich besetzten Redaktionen in Lokalpresse und Medien wieder herzustellen!

+++ Mehr Informationen, Austausch, Gastbeiträge und Kommentare sind jederzeit möglich! +++

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