Montag, 21. September 2026
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Spielerisch durch die Jubiläumsausstellung im Jüdischen Museum Berlin

Zeitastronaut in der Ausstellung "Das Gegenteil von Jetzt" im Jüdischen Museum Berlin

Von Raphael Cullmann

Kunst entdecken, Spielelemente sammeln und eigene Geschichten erfinden: Das Jüdische Museum Berlin richtet seine Jubiläumsausstellung zum 25-jährigen Bestehen mit besonderen Angeboten auch an Familien und Jugendliche.

Wie könnte ein besseres Leben für alle aussehen? Dieser Frage widmet sich das Jüdische Museum Berlin zu seinem 25-jährigen Bestehen. Seit dem 4. September 2026 zeigt die Jubiläumsausstellung „Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart“. Sie läuft bis zum 10. Januar 2027 und bietet Familien mit Kindern einen spielerischen Zugang zur Kunst.

Im Mittelpunkt stehen laut Museum zwölf für die Ausstellung eigens angefertigte Kunstwerke. Einige beziehen sich auf jüdische Überlieferungen, andere auf die Philosophen Ernst Bloch und Theodor W. Adorno. Zum Begleitprogramm gehören Künstlergespräche, Filmvorführungen, Podiumsgespräche sowie öffentliche und individuell buchbare Führungen. Der Besucher solle sich im Angesicht heutiger Krisen mit „gesellschaftsverändernden Ansätzen“ auseinandersetzen. Ausgangspunkt ist dabei die Perspektive einer jüdischen Minderheit und ihrer Bewältigung von schweren Zeiten.

Für Familien mit Kindern hat die gemeinnützige Berliner Kunstvermittlungsorganisation Ephra die Spielkonzepte „Ephra-Spur“ und das „Geschichten-Rad“ entwickelt. Zum Beginn des Rundgangs erhalten Besucher einen Beutel, mit dem sie entlang der Ephra-Spur verschiedene spielerische Elemente an den Kunstwerken einsammeln. Die Ephra-Spur dient dabei als Leitfaden durch alle Ausstellungsräume. Am Ende des Rundgangs können die Kinder ihre gesammelten Spielelemente am Geschichten-Rad zu ihrer eigenen Geschichte zusammensetzen und auf Papier aufschreiben oder aufmalen.

Das ist natürlich immer ein Anliegen, dass wir möglichst viele Besucher reinbekommen. Und in diesem Fall haben wir eben die Zusammenarbeit mit Ephra gewählt, um auch Jugendliche besser zu erreichen […] ganz besonders auch Familien“, sagt das Jüdische Museum Berlin im Gespräch mit der Friedrichshain-Kreuzberg Zeitung*.

An ausgewählten Terminen bietet das Museum ergänzend eine offene Werkstatt für Familien mit Kindern ab sieben Jahren an. Im sogenannten „Denkraum“ gestalten die Teilnehmer gemeinsam mit Kunstvermittlern eigene Stoffbeutel, die sie anschließend mitnehmen dürfen. Der Workshop wird auf Deutsch, Englisch, und Hebräisch angeboten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Eintritt in die Ausstellung kostet 10 Euro, ermäßigt 4 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Das ergänzende Workshop-Angebot kostet zusätzlich 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. An den Familiensonntagen des Jüdischen Museum Berlin ist die Teilnahme an den Workshops kostenfrei.

Die Workshops finden jeweils von 11 bis 15 Uhr statt: am 11. und 25. Oktober 2026, am 8. und 22. November 2026, am 6. und 13. Dezember 2026 sowie am 10. Januar 2027. Die Familiensonntage sind am 25. Oktober, 22. November, und 6. Dezember.

Die Ausstellung befindet sich im ersten Obergeschoss des Altbaus des Jüdischen Museums Berlin, Lindenstraße 9–14 in Kreuzberg. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet; letzter Einlass ist um 17 Uhr. Zusätzliche Schließtage sind zu beachten.

Jubiläumsausstellung im Jüdischen Museum Berlin
Jubiläumsausstellung im Jüdischen Museum Berlin – Foto: © Raphael Cullmann

Weitere Informationen:

www.jmberlin.de


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*) die Friedrichshain-Kreuzberg Zeitung ist redaktionell verbunden.