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Grundsteinlegung im Industriegebiet „Motzener Straße“

Grundsteinlegung Oehme GmbH

Am 25.10.2018 wurde in der Sperenberger Straße die Grundsteinlegung für ein neues Betriebsgebäude der zur Dreusicke-Gruppe gehörenden Oehme Technische Kunststoffteile GmbH gefeiert. Thomas Dreusicke und Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler versenkten die mit aktuellen Tageszeitungen, Geldmünzen und Kunststoff in der Unternehmensfarbe Orange befüllte Zeitkapsel im Boden. Das neue Gebäude wird laut Thomas Dreusicke rund 4.200 m² Nutzfläche aufweisen und die Verwaltung (432 m²), das Lager (1.713 m²), die Produktion (2.113 m²) sowie Sozial- und Technikräume (216 m²) beinhalten.

Neu gebaut wird im Industriegebiet „Motzener Straße“, da der vorhandene Betrieb in der nicht weit entfernten Rigistraße aus allen Nähten platzt.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler ist froh über die Erweiterungsmöglichkeit des Unternehmens in unmittelbarer Standortnähe, denn Grundstücke werden in Berlin knapp, und ein Fortzug ins Umland wäre ein schmerzlicher Verlust für die Wirtschaftsförderung.

Dreusicke-Guppe mit hoher Qualität und Kunststoff-Kompetenz

Die Dreusicke-Gruppe fertigt eine breite Palette von kundenspezifisch produzierten Spritzgussteilen. Es sind z.B. Teile für die Automobilindustrie, Gehäuse von Telekommunikationsanlagen – bis hin zu Backausstechformen.

Das inhabergeführte mittelständische Familienunternehmen setzt auf Qualität und höchst maßgenaue Fertigung – von den ersten Prototypen bis hin zum fertigen Produkt.

Ökologie, Energieeinsparung und Ressourcenschonende Fertigungs- und Arbeitsweisen gehören schon seit langer Zeit zum Geschäft. Geschäftsführer Thomas Dreusicke hatte bereits 2012 einen umweltfreundlichen Neubau für sein Unternehmen India Dreusicke GmbH realisiert. Regenwassernutzung, energiesparende adaptive Licht-Steuerung und die Nutzung der Abwärme der Spritzgussmaschinen im Energiekonzept des Gebäudes waren noch Pioniertaten.

Dafür erhielt der Unternehmer 2013 den Umweltpreis „Green Buddy Award“, mit dem Berlin Firmen auszeichnet, für die Ökologie und Nachhaltigkeit zur eigenen Philosophie gehören.

Indusriebau der Fa. OEHME
Indusriebau der Oehme Technische Kunststoffteile GmbH in der Sperenberger Sraße – Entwurf: © FREYLER Industriebau

Neubau mit bewährten Industriebau-Partner

Das neue, von Thomas Dreusicke konzipierte Gebäude für die Oehme Technische Kunststoffteile GmbH wird sich in Baukubatur, Nutzungszonen und in seinem technischen und nachhaltigen Anspruch an dem Bau von 2012 orientieren. FREYLER Industriebau wurde erneut mit dem Bau beauftragt. Das durch die die Fachplaner der FREYLER Unternehmensgruppe nochmals optimierte System zur Nutzung der Prozessabwärme wurde weiter verbessert. Die Abwärme aus der Kunststoffspritzgießerei dient nun sogar als primäre Wärmequelle in der kalten Jahreszeit.
Großzügig dimensionierte Wasserspeicherbecken im Kellergeschoß fangen nicht nur Regenwasser auf, sondern speichern auch die beim Produktionsprozess anfallende Wärmeenergie. Auch Grauwasser wird wiederverwendet.

Stützheizung für Spitzenlasten

Bei Spitzenlasten an eisigen Tagen kommt ein Gas-Brennwertkessel unterstützend hinzu und verteilt die Wärme über Fußbodenheizung in der Verwaltung und über Weitwurfdüsen einer Lüftungsanlage in der Produktionshalle.

Das Tragwerk besteht aus Stahlbetonfertigteilstützen, die mittels Montage-Bewehrungsanschlüssen auf das über das gesamte Gebäude erstreckende Kellergeschoss aufgeständert werden. Das Hallendach wird von Brettschichtholzbindern mit einer Länge von ca. 33 m getragen.

Aufgrund des nah anstehenden Grundwassers wird das Kellergeschoss komplett als „Weiße Wanne“ errichtet, also als eine wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion ausgeführt.

Modernes nachhaltiges Gebäudekonzept

Beim Büro-Trakt besteht die Fassade aus einemWärmedämmverbundsystemmit einer Blechkassette als umlaufenden Fries. Die Halle selbst wird als Metallsandwichfassade ausgeführt, zudemsind Kunststofffenster teilweise mit Aluminiumblenden vorgesehen. FREYLER Stahlbau – neben FREYLER Industriebau und FREYLER Metallbau einer der drei Geschäftsbereiche der FREYLERUnternehmensgruppe – wird die Vordachkonstruktion, die Medienaufständerung und die Stahlbauplanungrealisieren.

Mit diesem Gebäudekonzept punktet Oehme wirtschaftlich und ökologisch: Einerseits werden sich die Investitionskosten durch eine dauerhafte Senkung der Betriebskosten infolge hoher Gebäudeenergieeffizienz rasch amortisieren, andererseits ist die Produktion gleich in mehrerer Hinsicht umweltfreundlich.

Frau Schöttler sieht das neue Vorzeigeprojekt als wichtigen Baustein der Industrieansiedlung in Marienfelde, der Ökonomie und Klimaschutz in Einklang bringt.

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