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„Wurstweltmeister“ wird auch „Wurst-Export-Weltmeister“

Würstchen: nicht nur Grillgut

Während die Fleischindustrie in Deutschland mit zunehmender Konkurrenz veganer Produktalternativen zu tun bekommt, steigt die weltweite Nachfrage nach Wurst „Made in Germany.“

Einige typisch deutsche Wurstsorten sind global sogar echter Verkaufsschlager. Besonders in Asien wächst die Begeisterung für Wurst „Made in Germany“ rasant.
Würstchen im Glas sind hier ein Renner im Supermarktregal und wer seinen Gästen Wiener, Thüringer oder Bockwurst serviert, zeigt sich als Kenner und kulinarischer Connaisseur.

So viel Leidenschaft hat Folgen für den deutschen Markt: „Begehrtes Qualitätsmerkmal der Würstchen ist der Naturdarm. Der Eigenbedarf in China wächst so rasant, dass die globale Verfügbarkeit von hochwertigen Schafs- und Schweinedärmen davon beeinflusst wird“, meldet der deutsche Zentralverband Naturdarm e.V. .— Deutsche Konsumenten müssen sich jedoch keine Sorgen machen: Noch ist genug Ware da, beruhigt der Verband.

Die zurückliegenden Grillsaison zeigte auch hierzulande eine interessante Entwicklung: Wurst avanciert immer mehr zum Prestige-Produkt. „Wer früher auf teure Hardware wie den Premium-Grill gesetzt hat, beeindruckt seine Gäste heute eher mit einer reichen Auswahl an Grillwürstchen, mit kreativer Rezeptur und regionaler Herkunft“ heißt es dazu beim Naturdarmverband.

Die Liebe der Deutschen zu „ihrer“ Wurst ist übrigens ungebrochen. —Wie eine neue Studie des Marktforschungsinstituts Kantar kürzlich ergab, sind für 84 Prozent der Bundesbürger Wurst und Schinken auch weiterhin fester Bestandteil des Speiseplan.
Der Naturdarm ist übrigens die älteste „Verpackung“ der Wurst. In Zeiten von „no plastic!“ wird es auch aktueller denn je, für Nachhaltigkeit auf dem Speisenteller zu sorgen.

Der Kunsthistoriker und „Wurst-Ethnologe“ Wolfger Pöhlmann ist bereits 2017 in seinem Buch „Es geht um die Wurst: Eine deutsche Kulturgeschichte“ den Kunstwerken aus zerkleinertem Fleisch, Speck, Salz und Gewürzen kulturgeschichtlich, ästhetisch und geschmacklich auf die Pelle gerückt. Zudem reiste er der Wurst auf einer Deutschlandkarte hinterher.
In Einkaufscenter „Tempelhofer Hafen“ ist übrigens der Laden von „Wurst und Schinken HAASE“ eine gute Adresse, um Wurstklassiker, Aufschnitt und Würstchen in zahlreichen Variationen und eine exklusive Auswahl Europäischer Wurst- und Schinkenspezialitäten zu probieren.
Da Liebe auch durch den Magen geht, richtet sich ein ganz neuer Blick auf unsere Wirtschaft und unsere regionalen, handwerklichen Potentiale: denn Deutschland ist mit mehr als 1500 Sorten bisher auch unangefochtener „Wurst-Weltmeister“.

Weitere Informationen:

www.naturdarm.de