Dienstag, 21. Mai 2024
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„Zukunftsbäume“: 65 Baumarten werden für die Stadt empfohlen

Baumschule

Die vergangenen Dürrejahre und steigende Temperaturen waren ein Stresstest für viele Baumarten. Überall wo es zeitweise überhaupt kein pflanzenverfügbares Wasser im Boden gab, sind Bäume verdorrt Tausende Bäume wurden deshalb schon gefällt. Zugleich hat sich gezeigt, welche Baumarten im Klimastress bessere langfristige Überlebenschancen haben.

Hitzestress und beengter Wurzelraum

Aufgrund des Klimawandels leiden viele gängige Baumarten immer stärker unter Hitzestress. Länger anhaltende Hitzeperioden, stark verdichteter Boden, Starkregenereignisse, mangelnder Wurzelraum, aber auch Krankheiten und Schädlinge führen dazu, dass sich Bäume in der Stadt an ihrem Standort nicht immer optimal entwickeln können.
Der Bund Deutscher Baumschulen e.V. arbeitet mit seinen Mitgliedbetrieben und den Fachkreisen der Gartenamtsleiter an zukunftsweisenden Empfehlungen für sog. „Zukunftsbäume.“
Ein gesundes, stressresistentes Baumsortiment von 65 Baumarten wurde nach erarbeiteten Empfehlungen ausgewählt. Es soll Städten, Gemeinden und Bauherren helfen, verläßliche Entscheidungen bei der Pflanzung von Stadtbäumen und Straßenbäumen zu treffen.

Zukunftsbäume nach Kriterien des BdB

„Zukunftsbäume sind Bäume, die besonders an die Bedürfnisse der Stadt der Zukunft angepasst sind: Sie zeichnen sich aus durch eine hohe Trockenstresstoleranz und Hitzeresistenz, aber auch Frosthärte und insgesamt eine geringe Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten. Die Baumschulen im BdB kultivieren solche Klimabäume, die sehr gut an die Herausforderungen der Zukunft angepasst sind.“

Baumschulen und Forschung arbeiten eng zusammen, um neue Baumarten und Baumsorten zu testen und zu bewerten Das forschende Netzwerk arbeitet dafür mit Testpflanzungen an Standorten wie Erfurt, Veitshöchheim, Ellerhoop, Quedlinburg, Stuttgart-Hohenheim und in Berlin.
Es sind Langzeituntersuchungen erforderlich: zwischen einer allerersten Testung und der endgültigen Empfehlung, dass sich ein Baum tatsächlich als Zukunftsbaum eignet, können mitunter 20 Jahre liegen. Dieser sehr langwierige Prozess zeigt, wie vorausschauend Baumschulen ihre Gehölze bereits heute kultivieren müssen, um den Bedarf an klimagerechten Bäumen auch künftig decken zu können.

Die gemeinsame Broschüre „Zukunftsbäume für die Stadt“ von der GALK-Gartenamtsleiterkonferenz und BdB hebt 65 Baumarten für den Extremstandort Stadt hervor.

Weitere Informationen:

www.gruen-ist-leben.de

m/s