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Neue Gastronomie für das Café Haberland gesucht

Café Haberland

Das im U-Bahnhof Bayerischer Platz befindliche Café Haberland hat zum 1. Februar 2019 vorerst geschlossen. Grund ist eine Geschäftsaufgabe. Die Vermieterin Urbanis GmbH sucht im Auftrag der BVG eine neue Gastronomie für diesen ganz besonderen Ort und Kulturort.

Neben dem Café-Betrieb zeichnet sich dieser Ort durch seine besondere Geschichte und als Treffpunkt im Bayerischen Viertel aus.

Das Bayerische Viertel
Das Bayerische Viertel hier zählte zu Beginn des 20. Jahrhunderts zu den schönsten Wohnvierteln Berlins und wurde schnell zu einem beliebten Wohnort. Im Rahmen des Baus der Schöneberger Untergrundbahn zwischen Nollendorfplatz und Innsbrucker Platz (heute: U4), die das westliche Schöneberg an den damals Neuen Westen Berlins anbinden und das Bayerische Viertel erschließen sollte, wurde 1910 der U-Bahnhof Bayerischer Platz in Betrieb genommen. Schnell zog dieses neue attraktive Wohnquartier viele neue Anwohner_innen an.

Berühmte Bewohner und jüdische Schweiz

Berühmte Bürgerinnen und Bürger lebten hier. Albert Einstein war der berühmtesten Bewohner. Alfred Kerr, Arno Holz, Eduard Bernstein, Erich Fromm, Gottfried Benn, Emanuel Lasker, Kurt Pinthus, Rudolf Breitscheid, Erwin Piscator und Inge Deutschkron. Marcel Reich-Ranicki, Gisèle Freund und Pem wuchsen hier auf.
Das Viertel war ein Anziehungspunkt für jüdische Bürger_innen. In ganz Schöneberg lebten 1933 mehr als 16 000 Berliner Jüdinnen und Juden und sehr viele von ihnen auch im Bayerischen Viertel, das der Berliner Volksmund dann auch anerkennend die „Jüdische Schweiz“ nannte.

Umbau zum Treffpunkt

Im U-Bahnhof Bayerischer Platz treffen sich die Linien U4 und U7 der U-Bahn. Die Berliner Verkehrsbetriebe begannen im Mai 2013 mit der Grundinstandsetzung des südlichen Eingangsgebäudes. Gemeinsam mit dem Bezirk entstand die Idee, hier einen Ort des Miteinanders und des Erinnerns zu schaffen. Auf dem Dach des Bahnhofes entstand ein Café mit einer begrünten Terrasse, von der der ganze Bayerische Platz überblickt werden kann.
Das Café, benannt nach den Gründern des Bayerischen Viertels, Salomon und Georg Haberland, wurde zugleich auch Kulturort. Eine Dauerausstellung zum jüdischen Leben wurde integriert. In Kurzfilmen, Bildern und Berichten kann man sich der Geschichte des Stadtquartiers und seiner Bewohner_innen vergewissern.

Neue Gastronomie mit Konzept gesucht

Bezirk und BVG, suchen nun gemeinsam eine neue Gastronomie für dieses außergewöhnliche Café. Mit der Aufteilung für ein Café (EG mit 60 m²) und OG mit 162 m² Fläche wird ein besonderes Betriebskonzept erforderlich.
Bis zur Wiedereröffnung sollt der bisherige Bereich der Ausstellung weiterhin zugänglich bleiben.

Unter info@quartierbayerischerplatz.de können sich interessierte Bürger_innen, Reisegruppen und Schulklassen für einen Besichtigungstermin anmelden, eine Sprechstunde bietet der ehrenamtliche Besucherdienst bis auf weiteres jeden Mittwoch von 14:00 bis 16:00 Uhr im Café Haberland an.

Weitere Informationen:

www.urbanis-berlin.de

Exposé Mietobjekt Eingangsgebäude Bayrischer Platz

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m/s
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