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Unsere Bäume und viele Sträucher brauchen dringend Wasser!

Bäume und Stadtgrün wässern jetzt!

Plötzlich ist es heiß! Hitzegrade sind zu verzeichnen! — Dazu steigt die Verdunstung und Pflanzenverdunstung.

Als stomatäre Transpiration wird die Verdunstung von Wasser über speziell regulierbare Öffnungen in der Blattunterfläche, den Spaltöffnungen (Stomata) bezeichnet. Daneben wirkt die cuticuläre Transpiration, die Verdunstung von Wasser über die gesamte Blattoberfläche.
Alle Pflanzen können ihre Verdunstung in einem gewissen Grad selbst steuern, und leichte Trockenphasen überbrücken und setzen einen Mechanismus zum Wassersparen ein.

Dauert die Trockenheit zu lange an, und wird die tägliche Verdunstung zu groß, dann fallen erst Blätter ab, und bald ist auch ein Totpunkt erreicht an dem Bäume und Sträucher absterben!

Auch in diesem Frühjahr haben die Niederschläge in Berlin nicht ausgereicht, um die Wasservorräte im Boden genügend aufzubauen. Es baut sich die nächste Dürrephase im Boden auf!

Stadträtin Christiane Heiß (Bündnis 90/Grüne) bittet nun aufgrund der erneuten Trockenheit alle Bürger_innen, das Grünflächenamt dabei zu unterstützen, die Bäume des Bezirks vor dem Vertrocknen zu schützen.

Im Straßenland und auf öffentlichen Grünflächen des Bezirks stehen insgesamt 68.000 Bäume.
Gerade im Frühjahr benötigen vor allem die Jungbäume ausreichende Feuchtigkeit. Gegenwärtig (Stand 08.06.2021) liegt die Bodenfeuchte nur bei 25–30 % mit stark fallender Tendenz. Der Dürremonitor zeigt bereits einen ernsten Wassermangel im Boden an.

Das Grünflächenamt bewässert Jungbäume
Der Bezirk lässt bereits Jungbäume durch beauftragte Firmen bewässern. Heiß sagte dazu: „Sie können uns jedoch unterstützen, indem Sie unsere Bäume zusätzlich mit Wasser versorgen!“

Empfehlungen zur Bewässerung von Stadtbäumen sind auf der Internetseite des Pflanzenschutzamtes Berlin zu finden.

Praxistipp für Baumscheiben und Beete
Die die obere Bodenschicht wird durch die Trockenheit wasserabweisend. Gießwasser perlt ab, und dringt nicht in den Boden ein.

Wird die obere Bodenkruste geharkt und aufgelockert, dringt das Gießwasserer sehr viel besser ein. In jedem Fall ist es sinnvoll, den Baum zunächst anzugießen und zu warten, bis etwas Feuchtigkeit eingezogen ist. So nimmt der tiefere Boden auch den Rest des Wassers besser auf.
Auf den neuen, mit Splitt angelegten Baumscheiben oder den Bäumen mit einem Gießring aus Kunststoff kann das Wasser direkt eindringen und steht dem Baum sofort zur Verfügung.

Optimal wären täglich 2 bis 4 Eimer (20 bis 40 Liter) Wasser pro Baum. Jede Bewässerung hilft dabei, die Bäume und die Vegetation vor dem Absterben durch Vertrocknung zu schützen.

m/s