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Neue Bahnhöfe: Kamenzer Damm und Buckower Chaussee geplant

S-Bahnlinie S2 Kamenzer Damm

Zwei neue Bahnhöfe für den Berliner Süden werden geplant: am Kamenzer Damm soll ein S-Bahnhof entstehen, der Mariendorf und Lankwitz als Einzugsgebiet bedient. An der Buckower Chaussee soll ein neuer S-Bahnhof mit Regionalbahn-Halt gebaut werden. Dies wurde in der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz des Abgeordnetenhauses Berlin bekannt. Damit dringt der Bezirk Tempelhof-Schöneberg nach 14 Jahren Vorplanungen endlich beim Land Berlin durch, das als Besteller des Nahverkehrs auch die Finanzierung sichern muss.

„Wie wir jetzt erfahren haben, tut das Land Berlin alles, um bei den Prüfungen der Halte Buckower Chaussee und Kamenzer Damm relativ schnell voranzukommen, sodass unmittelbar nach Abschluss des Baus Dresdner Bahn im Jahre 2025 eine Inbetriebnahme dort, wenn die Leistungsfähigkeitsprüfung und die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung positive Signale ergeben, auch starten können. Die hierfür erforderlichen Flächen werden auch an der Buckower Chaussee freigehalten, sodass dort gegebenenfalls die Initiative ergriffen werden kann. Für mich ist das endlich das erhoffte positive Zeichen, dass es voran geht“, so Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler.

Neue Bahnhöfe verbessern die Standortbedingungen für Wohnen und Arbeiten

Der Ausbau der Dresdner Bahn und der Anschluß an den Großflughafen BER sind schon unnötig mehrere Jahre verzögert worden. Die Zeit des Planfeststellungsverfahrens fiel in die Phase der Berliner Sparpolitik. So wurde eine integrierte Planfeststellung verpasst, obwohl viele Gründe für einen Ausbau der Strecke mit den Bahnhöfen Kamenzer Damm und Buckower Chaussee längst geboten war.

Die Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Bezirk Tempelhof-Schöneberg haben eigentlich gemeinsame Interessen – doch es wurde kein ausreichender politischer Handlungsdruck entfaltet.
Nun verzögert sich der Bau, weil neue Planfeststellungsverfahren notwendig werden. Der neue S-Bahnhalt Kamenzer Damm an der Grenze zwischen den Bezirken Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf soll daher erst nach Fertigstellung der Dresdner Bahn zwischen 2026 und 2030 realisiert werden.

Die Realisierung des Regionalbahnhaltes Buckower Chaussee als Bestandteil des Ausbaus der Dresdner Bahn ist nun frühestens 2025 möglich.

Dysfunktionalität Berliner Stadt- und Verkehrsplanung

Die jahrelange Sparpolitik hat auch die Berliner Verwaltung ausgezehrt. In der Stadtplanung und Verkehrsplanung greift man nun auf teure Reparaturbetriebe wie das Regionalmanagement zurück, um wichtige stadtpolitsche Entscheidungen voran zu bringen. Dabei werden auch noch Unternehmer-Netzwerke eingespannt, die sich längst auf internationale Wettbewerbsfragen konzentrieren müssten.

Wenn nun jahrelang verzögerte Planungen verspätet in Gang kommen, so ist das zwar ein gefühlter politischer Erfolg. In der Gesamtschau ist es jedoch für die beteiligten Bezirke und den Wirtschaftsstandort Berlin, sowie für die Steuerzahler ein nicht mehr hinnehmbares unzureichendes Umsetzungstempo.

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