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Amazon: Strenge Yard-Marshals & freundlicher Anwohner-Dialog

Yard-Marshal bei Amazon

Die Standortleitung des Amazon Logistikcenter in Mariendorf hat zum Jahreswechsel reagiert. Kürzlich kam das neue Amazon Logistikcenter nach Anwohnerbeschwerden wegen zu hoher Verkehrsbelastung in der Porschestraße in die Schlagzeilen. Auch die Zufahrtlösung über die Dederingstaße sorgte für Problem bei Anliegern. Im mit Schneeräumung berlinweit beauftragten Unternehmen Alphagrün wurde u.a.befürchtet, im Auftragsfall nicht rechtzeitig mit Räumfahrzeugen ausrücken zu können.

Amazonlogistics präsentiert Lösungen gegen Verkehrsbelastung

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler forderte deshalb das Unternehmen auf, für Abhilfe zu sorgen. Die Werksleitung, die sich von Anfang an sehr kooperativ zeigte versicherte, dass dem Unternehmen eine gute Nachbarschaft mit den Anwohner_innen und Unternehmer_innen sehr wichtig sei. Jetzt hat sich das Unternehmen mit einem Flyer an seine Nachbarschaft gewandt, um deutlich zu machen, dass dieser Aussage Tatsachen folgen. In dem ausführlichen Informations-Flyer heißt es:

Amazon in Tempelhof – Wir hören zu!

Amazon schätzt das Umfeld der Unternehmen und Einwohner_innen in Tempelhof. Wir wollen gute Nachbarn sein und der direkte Dialog liegt uns am Herzen. Deshalb haben wir den Vorschlägen unserer Nachbar_innen zugehört und folgende Maßnahmen ergriffen:

1. Der gesamte Verkehrsfluss auf dem Gelände wurde durch die Verlegung der Einfahrt verändert, um die Fahrzeugbewegungen am Vormittag auf der Porschestraße um mindestens 50% zu reduzieren

2. Zwei Mitarbeiter_innen wurden angestellt, die speziell die Porschestraße und die Dederingstraße überwachen.

3. Tägliche Start Meetings mit den Fahrer_innen finden statt, bei denen unsere Hofaufsicht Themen wie Parken, Müllentsorgung, Verhalten usw. ansprechen.

4. Es ist Aufgabe der Hofaufsicht, die Sauberkeit des Geländes zu kontrollieren und Fahrer darauf anzusprechen.

5.Sperren für Lieferpartner wurden eingeführt, die den Verkehr behindern oder ihre Fahrzeuge unerlaubt abstellen.

6.Disziplinarische Maßnahmen für Fahrer_innen wurden eingeführt – 1 Woche Sperre für falsches Parken.

7. Tägliche Besprechungen mit den vor Ort ansässigen Managern unserer Lieferpartner_innen werden abgehalten.

8. Wöchentlicher Call mit dem Management der Lieferpartner_innen, um unter anderem Vorschläge und Beschwerden der Nachbarn anzusprechen.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hofft nun, dass diese Maßnahmen die Situation vor Ort nachhaltig beruhigen und dankt dem Unternehmen für seine Kooperationsbereitschaft. Bei den Anliegern herrscht noch Skepsis, ob sich die Situation nachhaltig entspannt.

Problematische Verkehrslage in der Lankwitzer Straße

Die Lankwitzer Straße ist in Spitzenzeiten schnell blockiert, wenn sich aus östlicher Richtung kommende Linksabbieger in die Porschestraße (bzw. Dederingstraße) aufstauen. Sind die Park-Spuren beidseitig belegt, kann niemand an den Linksabbiegern rechts vorbei fahren. Da es keine Ampeln gibt, hängt der Verkehrsfluss von dem Geschick der Fahrzeugführer ab, sich gegenseitig Einfädeln und Linksabbiegen zu erleichtern. In jedem Fall bildet sich schnell ein Rückstau, bei dem auch BVG-Busse der Linie 181 im Stau stehen bleiben.
Der unmittelbar anliegende große Logistikstandort mit Rewe-Logistik und DHL Deutsche Post ist fallweise mitbetroffen, weil große LKW mit Anhänger und Sattelschlepper nur unter Erschwernissen in die Lankwitzer Straße einfahren können.
Im Zuge der geplanten Umwidmung der Straßenverbindung „Altes Gaswerk Mariendorf“ in eine öffentliche Straße, muss die gesamte Verkehrssituation mit Halteverbotszonen, gesicherten Fahrspuren und ggf. mit Abbiegespuren und überplant werden.

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