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Flughafengebäude Tempelhof mit neuen Konzept

Luftaufnahme des Tempelhofer Feldes

Der größte umbaute Raum in Berlin soll nach vielen Interims-Nutzungen und Messeevents endlich nach einem Konzept entwickelt werden. Es geht um den ab 1934 durch den Architekten Ernst Sagebiel errichtetet Gebäude-Komplex des Flughafen Tempelhof mit seiner architektonischen Gesamtform mit getrennten Funktionsebenen für Ankunft, Abflug, Post- und Frachtverkehr und dem viertelkreisförmigen Hangar, der den anfliegenden Fluggästen auch als „Kleiderbügel“ bekannt war.

Der Flughafen Tempelhof soll in den kommenden Jahren ein zukunftsweisender, beispielhafter und gemeinwohlorientierter Begegnungs- und Austauschort für Berlin, Deutschland und die ganze Welt werden. Eine Stadt in der Stadt, bunt und vielfältig, mit Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft, öffentlicher Infrastruktur, Büronutzung, Großevents und Kleinkultur, Dauermietern und temporären Nutzern.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher sagte dazu: „Der heutige Senatsbeschluss ist ein politischer Meilenstein für den Erhalt, die Sanierung und die schrittweise Öffnung des einzigartigen Baudenkmals. Die künftigen Nutzungen sollen der Architektur und der vorhandenen Raumstruktur entsprechen. Die Vision für das Flughafengebäude verbindet bereits getroffene Setzungen mit partizipativ erarbeiteten Überlegungen für eine zukunftsweisende Nutzung.“

Für die Umsetzung der Entwicklungsaufgaben wird der Auftrag der Tempelhof Projekt GmbH neu gefasst. Die Gesellschaft konzipiert und entwickelt die schrittweise Öffnung von THF für kulturelle, touristische, kreativwirtschaftliche und experimentelle Nutzungen und die Entwicklung von Flächen für Verwaltungen.

Entwicklungskonzept mit „Vision 2030+“

Die Tempelhof Projekt GmbH hat auf Basis der Erkenntnisse der Grundlagenermittlung zum baulichen Zustand des Gebäudes in den vergangenen Monaten eine Strategie für die Entwicklung des Flughafens erarbeitet. Das Entwicklungskonzept, die „Vision 2030+“ steckt einen flexiblen Rahmen für die schrittweise Umsetzung des Entwicklungsziels.

Der Senatsbeschluss sieht vorerst die Erhaltung und Sanierung und die Schaffung von Büroflächen vor. Die Fertigstellung der bereits geförderten Projekte hat Vorrang:
– Kopfbau West mit dem Fluglotsentower,
– Dachterrasse – Deck 360°
– Ausstellungsebene „Big Box“ bis Ende 2021
– erster Bauabschnitts der Dachgalerie 2024.

Die Erdgeschosse werden nach und nach mit publikumsbezogenen Nutzungen belegt und öffentlich zugänglich gemacht. Für temporäre Veranstaltungen sollen Ehrenhof, Haupthalle, überdachtes Vorfeld und vier Hangars genutzt werden. In den drei weiteren Hangars werden kulturelle und mediale Dauernutzungen etabliert.

Der bauliche Zustand des über achtzig Jahre alten Gebäudes erfordert schnellstmögliche Baumaßnahmen. Die Sanierung und Herstellung der Betriebs- und Verkehrssicherheit wird schrittweise erfolgen und die nächsten 15 Jahre in Anspruch nehmen.

Gegenwärtig haben die bereits laufenden Sanierungsarbeiten in den von der Polizei angemieteten Flächen Priorität. Mittelfristig ist die Verlagerung der langjährig am Standort ansässigen Verkehrslenkung Berlin eine zwingende Voraussetzung für die bauliche Umsetzung der Dachgalerie.

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m/s