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Pfizer beantragt Notfallzulassung für das Covid-19-Medikament Paxlovid

Pffizer Paxlovid

Das Pharmaunternehmen Pfizer hat in den USA eine Notfallzulassung für sein Covid-19-Medikament Paxlovid beantragt. Die entsprechenden Unterlagen wurden bei der Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, wie Pfizer mitteilte.

Die in einer jüngsten Studie erzielte „überwältigende Wirksamkeit“ des Medikaments verdeutliche, dass oral einzunehmende antivirale Therapien eine entscheidende Rolle im Kampf gegen Covid-19 spielen könnten, sagte Konzernchef Albert Bourla.

Nach Angaben des Unternehmens verhindert die Corona-Pille sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke.

„Die heutige Nachricht ist ein echter Wendepunkt in den weltweiten Bemühungen, die Verwüstung dieser Pandemie aufzuhalten. Diese Daten deuten darauf hin, dass unser oraler antiviraler Kandidat, sofern er von den Behörden zugelassen wird, das Potenzial hat, das Leben von Patienten zu retten, den Schweregrad von COVID-19-Infektionen zu verringern und bis zu neun von zehn Krankenhausaufenthalten zu vermeiden“, sagte Albert Bourla, Chairman und Chief Executive Officer von Pfizer.

„Angesichts der anhaltenden globalen Auswirkungen von COVID-19 haben wir uns weiterhin auf die Wissenschaft konzentriert und unsere Verantwortung wahrgenommen, Gesundheitssysteme und Institutionen auf der ganzen Welt zu unterstützen und gleichzeitig einen gerechten und breiten Zugang für Menschen überall sicherzustellen.“

Der Pharmaindex Gelbe Liste meldet bereits: „Paxlovid könnte neuer Blockbuster der Corona-Behandlung werden.“


Pfizer unterstützt die 95 armen Länder
Das von der BIOCOM AG in Berlin-Reinickendorf herausgegebene „EUROPEAN BIOTECHNOLOGY – Life Science and Industry Magazine“ meldet, „Pfizer lizenziert Paxlovid für arme Länder“.

Im Rahmen eines Vertrags mit dem Medicines Patent Pool wird Pfizer Inc. auf die Erhebung von Lizenzgebühren für Generikahersteller in 95 armen Ländern verzichten und so dazu beitragen, den Zugang von 50 % der Weltbevölkerung zu dem Virostatikum Paxlovid zu verbessern. In Kombination mit niedrig dosiertem Ritonavir verhinderte der Hemmstoff der Hauptprotease von SARS-CoV-2 in einer entscheidenden Phase-III-Studie bei 89 % der symptomatischen COVID-19-Patienten eine Krankenhauseinweisung und bei 100 % den Tod.

So soll das Medikament rasch zu seinem Selbstkostenpreis von 20 $ für eine 5-tägige Behandlung in 95 Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen hergestellt werden, während es in den wohlhabenden Staaten zu einem angekündigten Preis von 700 $ für 5 Tage vermarktet wird.

Die US-Notmarktzulassung für Paxlovid wird voraussichtlich im Dezember erteilt, während Pfizer noch keinen Antrag auf EU-Marktzulassung gestellt hat.

Weitere Informationen:

Pfizer’s Novel COVID-19 Oral Antiviral Treatment Candidate Reduced Risk of Hospitalization or Death by 89% in Interim Analysis of Phase 2/3 EPIC-HR Study

m/s