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Polizeimeldung vom 02.03.2020

Polizei Berlin

02.03.2020 | Schöneberg: Schwerer Verkehrsunfall nach mutmaßlichem Autorennen

Mehrere Verletzte und beschädigte Fahrzeuge sind die Bilanz eines Verkehrsunfalles gestern Abend in Schöneberg. Nach bisherigen Erkenntnissen und Zeugenangaben waren zwei 18-Jährige gegen 21.30 Uhr mit einem VW und einem Renault im Grazer Damm in Richtung Prellerweg unterwegs. Dabei sollen beide nebeneinander und mit hoher Geschwindigkeit ein Rennen miteinander gefahren sein. Am Grazer Platz sollen die Autofahrer dann eine rote Ampel missachtet haben. In diesem Moment bog bei Grün ein 23-Jähriger mit einem Opel nach rechts in den Grazer Damm ab und stieß mit dem VW zusammen. Durch den Zusammenstoß überschlug sich der VW, beschädigte einen Ampelmast und blieb auf der Seite liegen. Der Opel wurde wiederum durch die Wucht des Aufpralls gegen einen geparkten VW geschleudert und beschädigte diesen. Zeitgleich konnte der Fahrer des Renault durch Ausweichen einen Zusammenstoß mit dem Opel verhindern, prallte jedoch gegen einen am rechten Fahrbahnrand geparkten Mercedes. Dieser wurde wiederum gegen einen davorstehenden Smart geschoben. Ein weiterer Mercedes wurde durch abgerissene Fahrzeugteile beschädigt. Der Fahrer des Renault erlitt Armverletzungen und wurde von alarmierten Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, aus dem er nach einer ambulanten Behandlung wieder entlassen wurde. Sein 16-jähriger Beifahrer erlitt einen Schock und verblieb, wie auch der 23-jährige Fahrer des Opels sowie der 18-jährige VW-Fahrer, zur stationären Behandlung in einer Klinik. Einsatzkräfte beschlagnahmten die beiden Autos der mutmaßlichen Raser sowie deren Führerscheine. Beide müssen sich nun wegen des Verdachts der Durchführung eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten.

01.03.2020 | bezirksübergreifend Neukölln / Tempelhof-Schöneberg:
Betrunkener Autofahrer nach Verfolgungsfahrt festgenommen

Gestern Nachmittag nahmen Polizeikräfte der Abschnitte 47 und 48 einen 61-jährigen Ford-Fahrer fest, welcher zuvor diverse Fahrzeuge beschädigt haben soll und grob verkehrsgefährdend durch Buckow und Lichtenrade gefahren war. Gegen 16 Uhr meldeten Zeugen einen Verkehrsunfall am Kirchhainer Damm in Lichtenrade, bei dem ein Mann mit seinem Ford gegen einen geparkten Lastkraftwagen gefahren sein soll und sich dann, gemäß Zeugen, zügig vom Unfallort entfernte. Einer der Zeugen verfolgte den Flüchtigen mit seinem Fahrzeug und alarmierte die Polizei. Im Drusenheimer Weg in Buckow stellten Einsatzkräfte schließlich das flüchtende Fahrzeug fest. Der 61-Jährige fuhr zu diesem Zeitpunkt mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit in den Gegenverkehr, sodass entgegenkommende Fahrzeuge Zusammenstöße nur durch Gefahrenbremsungen und Ausweichmanöver verhindern konnten. Hierbei steuerte er auch auf einen entgegenkommenden Einsatzwagen der Polizei zu und lenkte im letzten Moment erst ein. Danach bog der Mann nach rechts in die Marienfelder Chaussee ab und setzte seine Flucht in Richtung Alt-Buckow fort. Ab der Kreuzung Marienfelder Chaussee/ An den Achterhöfen soll der Ford-Fahrer durchgehend die Gegenfahrbahn mit hoher Geschwindigkeit befahren und auch an Fußgängerüberwegen seine Geschwindigkeit nicht verringert haben. Mehrfach mussten ihm entgegenkommende Fahrzeuge auf den Gehweg ausweichen oder Gefahrenbremsungen durchführen. An der Kreuzung Buckower Damm/ Ringslebenstraße/ Gerlinger Straße bog der flüchtende Ford-Fahrer in die Gerlinger Straße ab, fuhr dabei gegen einen in gleicher Richtung fahrenden VW, verlor die Kontrolle über seinen Wagen und stieß in mehrere geparkte Fahrzeuge. Der nachfolgende Funkwagen setzte sich schräg vor den verunfallten Fluchtwagen und einer der beiden Beamten stieg aus, um den Tatverdächtigen zu stellen. Der Ford-Fahrer fuhr nun kurz zügig rückwärts, um anschließend vorwärts an dem Einsatzwagen vorbei, seine Flucht fortzusetzen. Dabei steuerte er auf den Polizisten zu, welcher sich nur durch einen Sprung zur Seite retten konnte. Der Polizeikräfte nahmen die Verfolgung wieder auf. In der Straße Am Röthepfuhl kam das Fluchtauto schadensbedingt schließlich zum Stehen. Der 61-jährige Fahrzeugführer verließ seinen Ford und schwankte den eintreffenden Polizeikräften der Abschnitte 47 und 48 entgegen, die ihn widerstandslos festnahmen. Eine freiwillige Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von rund 1,6 Promille. Die Einsatzkräfte brachten den Verkehrsunfallflüchtigen zur Durchführung einer Blutentnahme in ein Gewahrsam, das er nach Beendigung der Maßnahmen wieder verlassen konnte. Der Führerschein sowie das Fahrzeug des alkoholisierten Mannes wurden beschlagnahmt. Er muss sich nun u.a. wegen mehrerer Verkehrsunfallfluchten und der Gefährdung des Straßenverkehrs in Folge Alkoholgenusses verantworten. Der Verkehrsermittlungsdienst der Direktion 4 führt die weiteren Ermittlungen.

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m/s