Der teure Wahlkampf hat in Berlin begonnen! — In der gedruckten Anzeigenzeitung „Berliner Woche“ verkündet die Berliner SPD-Fraktion einen Beschlusserfolg auf der opulent bezahlten Titelseite. Doch nicht alle Zeitungsexemplare erreichen ihre interessierten Leser.
In manchen Ortsteilen und Straßenlagen wird die kostenlose Anzeigenzeitung wochenlang nicht verteilt.
Im aktuellen Fall wurde die Euro-Palette in einer CDU-Hochburg angeliefert. Ob die rund 3.000 Zeitungen tatsächlich ausgeteilt wurden, können nur die Anlieger des Lilienthalparks beantworten (Bitte Feedback an die Redaktion!).
Zeitungsverteilung unzuverlässig
Leider ist der Job des Zeitungsverteilers nicht besonders attraktiv und wird vor allem mit Aushilfskräften bestritten, die ihre Verteilgebiete oft nicht kennen. — Der Mindestlohn wird zwar gezahlt, aber es gibt trotzdem eine hohe Fluktuation. Die unsichere Verteil-Logistik ist ein echtes Wahlkampfrisiko für alle Parteien.
Vor allem Kleinparteien und Wahlkreiskandidaten können scheitern, wenn wichtige Verteilgebiete nicht bestückt werden.
Die Wahlkampfteams der Parteien müssen sich daher vergewissern, ob ihre Zielgruppen überhaupt erreicht werden. Wenn eine Senioreneinrichtung mit 200 Plätzen nicht erreicht wird, kann dies die entscheidenden Stimm-Prozente kosten.
Die Flyer-Verteilung ist teuer, mit 9.4 Cent pro Stück muss gerechnet werden. Pakete von 5.000 Stück für eine einzige Postleitzahl kosten rund 800 €. Das Kiez-Paket mit 15.000 Flyern kostet ab ca. 2.200 €.
Eine Verteilung von 50.000 Exemplaren in 5 Postleitzahlbezirken kostet schlappe 6.000 €.
Know-how für Kleinparteien & Einzelkandidierende
Die Berliner Wahl am 20.9.2026 wird eine Materialschlacht, in der kleine Parteien und Einzelkandidierende untergehen und unsichtbar bleiben.
Die großen und erfahrenen Parteien nutzen Foren, die von staatlich geförderten Organisationen und ihren Netzwerken angeboten und finanziert werden.
Ein Trick: „Eingeladene Öffentlichkeiten mit Multiplikatoren und Gesprächswahlskampf.“ — Andernorts werden Bezirksverordnete als „Kiezpaten“ positioniert. Gewählte Bezirksverordnete der anderen Parteien werden daneben kaum wahrgenommen. Es hilft daher, sich gut beraten zu lassen, und auch unfairen Parteienwettbewerb öffentlich zu machen.
Die Redaktion nutzt auch ausgearbeitete Suchmaschinen- und KI-Abfragen, um missbräuchliche Methoden im Wahlkampf kenntlich zu machen. Feedback bitte an die Redaktion!
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Dienst in 2026 beträgt der Redaktionsstundensatz nach VO PR 30/53 inzwischen 179,80 € netto. Das sind die unabweisbaren Selbstkosten +6% für dauerbeobachtende Journalisten mit Tarifabsicherung.
